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Cannes 2024: Große Namen und Newcomer. Von Walter Gasperi

Cannes 2024: Große Namen und Newcomer. Von Walter Gasperi

Das Line-up des 77. Filmfestivals von Cannes (14. – 25. 5. 2024) wartet im Wettbewerb um die Goldene Palme mit einem spannenden Mix aus Almeistern und jüngeren Regisseuren auf: Den über 80-jährigen Regielegenden Francis Ford Coppola, Paul Schrader und David Cronenberg stehen mit Coline Fargeat, Payal Kapadia und Agathe Riedinger drei noch weitgehend unbekannte Regisseurinnen gegenüber.

Eröffnet wird das 77. Filmfestival von Cannes mit Quentin Dupieux´ neuer Komödie "Le Deuxième Acte", bei der sich der Franzose mit 77 Minuten gewohnt kurz hält und wohl auch wieder schräg-absurde Kinokost bieten wird.

Während in den letzten Jahren der Wettbewerb immer mit einem Schaulaufen ehemaliger Cannes-Sieger auftrumpfte, kann heuer einzig Francis Ford Coppola schon auf eine Goldene Palme - in seinem Fall sogar auf zwei, nämlich für "The Conversation" 1975 und für "Apocalypse Now" 1979 - verweisen.

Für größte Spannung sorgte dabei schon im Vorfeld die Frage, ob sein Science-Fiction-Epos "Megalopolis" in Cannes präsentiert werden wird. Kein Film wird wohl für mehr Aufsehen sorgen als diese Rückkehr des 85-jährigen Regisseurs der "The Godfather"-Trilogie und "Apocalypse Now". Nach den ersten Test-Screenings ist freilich anzunehmen, dass Coppolas erster Film seit 13 Jahren auch an der Côte d´Azur polarisieren wird, denn die Bandbreite erster Stimmen reichen von "experimentell" und "Meisterwerk" über "verwirrend" und "Arbeit eines Verrückten" bis zu "ein Film für ein Museum".

Während David Cronenberg mit "The Shroud" wohl den Body-Horror bietet, für den der Kanadier bekannt ist, darf man gespannt sein, was die Britin Andrea Arnold nach ihrem Dokumentarfilm "Cow" mit ihrem Spielfilm "Bird" präsentiert. Yorgos Lanthimos könnte es dagegen gelingen mit "Kinds of Kindness" nach dem Löwen-Gewinn letzten Herbst in Venedig mit "Poor Things" nun auch gleich die Goldene Palme zu holen.

Immer zu überraschen versteht auch der Franzose Jacques Audiard, der nach dem Liebesfilm "Les Olympiades – Wo in Paris die Sonne aufgeht" mit "Emilia Perez" eine Musical-Komödie um einen mexikanischen Drogenbaron vorlegt. Zu den spannendsten jüngeren US-Regisseuren gehört dagegen Sean Baker, bei dessen "Anora" es sich um eine romantische Dramödie um eine Sexarbeiterin handeln soll.

Der Italiener Paolo Sorrentino soll sich in "Parthenope" nach "The Hand of God" ein weiteres Mal mit seiner Heimatstadt Neapel auseinandersetzen. Gespannt sein darf man auch auf "Grand Hotel", mit dem der Portugiese Miguel Gomes, um den es nach seiner 2015 präsentierten Trilogie "1001 Nicht" recht still geworden ist, in den internationalen Festival-Zirkus zurückkehrt.
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