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What Will People Say

NO/DE/SE 2017, OV/df, 106', Regie: Iram Haq, mit Maria Mozhdah, Adil Hussain, Ekavali Khanna, Rohit Saraf, Ali Arfan

What Will People Say

DVD - Release: 12.10.18

Filmkritik von Tereza Fischer

In ihrem zweiten Spielfilm erzählt die in Norwegen aufgewachsene Pakistanerin Iram Haq ihre eigene Geschichte: Mit vierzehn Jahren wurde sie von ihren Eltern für eineinhalb Jahre nach Pakistan gebracht, zur «Umerziehung».

Das Gleiche widerfährt in What Will People Say auch Nisha, einer in der norwegischen Gesellschaft integrierten Teenagerin. Bei ihr zu Hause herrschen andere Sitten. Das zeigt sich in der Wohnungseinrichtung, die im Gegensatz zum nordisch-sachlichen Stil oppulent erscheint, viel mehr aber am Verhalten der Eltern, die ihre Kultur mit allen Mitteln verteidigen.

Wenn der Vater in der ersten Sequenz spät­abends die Lichter löscht und liebevoll die schlafenden Kinder zudeckt, dann äussern sich darin sowohl Fürsorge als auch Kontrolle. Nisha schafft es in dieser Nacht nur ganz knapp, vom verbotenen Disco-Ausflug rechtzeitig vor dem väterlichen Kontrollgang zurück zu sein. Während der grosse Bruder nur an seine Karriere denkt und die kleine Schwester für Rebellion noch zu klein ist, will Nisha wie ihre Freundinnen leben. Als sie eines Abends aus Übermut einen Jungen in ihr Zimmer schmuggelt und erwischt wird, muss sie schmerzlich erfahren, dass es nicht möglich ist, individuelle Freiheit und familiäre Bindungen zusammenzubringen. Des Vaters Fürsorge schlägt in Wut und Hass um. Von da an ändert sich Nishas Leben radikal: Der Vater kidnappt sie und bringt sie zu seiner Schwester nach Pakistan. Erst versucht Nisha, sich aufzulehnen und sogar zu fliehen, doch aus dem Labyrinth von engen Gassen der fremden Stadt – und im übertragenen Sinn der fremden Kultur –
gibt es keinen Ausweg: Sie muss sich anpassen.
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