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Everybody Hates Johan

NO 2022, OV/df, 93', Regie: Hallvar Witzø, mit Pål Sverre Hagen, Ingrid Bolsø Berdal, Hermann Sabado

Everybody Hates Johan

Filmkritik von Walter Gasperi

Von der Kindheit bis zum hohen Alter bestimmt Sprengstoff das Leben des Norwegers Johan, doch nicht nur Freude bereitet diese Leidenschaft, sondern führt auch zu Unglücken: Hallvar Witzø erzählt vor der herb-poetischen Kulisse der vor Trondheim gelegenen Insel Frøya mit skandinavisch schwarzem Humor die ziemlich schräge Lebensgeschichte dieses Außenseiters.

Mit mehreren preisgekrönten Kurzfilmen machte der Norweger Hallvar Witzø auf sich aufmerksam, nun spannt er in seinem Spielfilmdebüt mit großen Zeitsprüngen die Handlung von 1943 bis 2022 und zeichnet so das Leben seines Protagonisten Johan Grande nach.

Die Leidenschaft für Explosionen ist Johan, der auch als Ich-Erzähler aus dem Off durch den Film führt, förmlich in die Wiege gelegt. Schon als Baby ist er nämlich dabei, als seine Eltern als Widerstandskämpfer:innen gegen die Nazis 13 Brücken sprengen. Beliebt machen sie sich damit in dem auf der Insel Frøya gelegenen Dorf Titran aber nicht, denn einerseits sind sie Kommunisten, andererseits gehen sie ihren eigenen Weg und kooperierten nicht mit den anderen Widerstandskämpfer:innen.

Den Hass, den sie dadurch auf sich ziehen, zieht sich durch den Film, und diesen bekommt auch Johan schon als Junge zu spüren. Seine Leidenschaft für Sprengungen erlischt aber auch nicht, als seine Eltern bei einer Explosion ums Leben kommen, sondern nach einem weiteren tragischen Zwischenfall bricht er in die USA auf, wo er selbstverständlich Sprengmeister wird.

Mit einer kurzen Montagesequenz aus Fotos und Filmschnipseln von Sprengungen rafft Witzø diesen Auslandsaufenthalt, um den bärenstarken Hünen 1974 wieder in seine Heimat zurückkehren zu lassen. Seine große Liebe Solvor will er nun zurückgewinnen, denn einen Nachkommen zu zeugen und den Stammbaum der Grandes fortzusetzen ist sein größter Wunsch. Doch wie die Dorfgemeinschaft steht auch Solvor ihm – zumindest nach außen hin – feindselig gegenüber.

Zum einen lebt diese schwarzhumorige Tragikomödie von den prächtigen Cinemascope-Bildern der herb-poetischen Küstenlandschaft, zum anderen vom knorrigen Charme der mächtigen, aber im Grunde sensiblen Hauptfigur. Ideal ist diese mit Pål Sverre Hagen besetzt, aber auch Johans Onkel und Tante, ein gehässiger Postbote oder die Vietnamesin Pey sind trefflich gecastet.
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Kritiken

National International
- Irene Genhart für cineman.ch - Oliver Armknecht für film-rezensionen.de
  - Davide Abbatescianni für cineuropa.org
  - Morgen Schuler für thesunbreak.com
   
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Pathé Films

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