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Bolero

FR/BE 2024, F/d, 120', Regie: Anne Fontaine, mit Raphaël Personnaz, Jeanne Balibar, Emmanuelle Devos

Bolero

Filmkritik von Walter Gasperi

Ausgehend von der Entstehungsgeschichte des Orchesterstücks "Bolero" zeichnet Anne Fontaine ein Porträt des Komponisten Maurice Ravel. – Ein gepflegter und geschmackvoller Historienfilm mit sorgfältig ausgestatteten und ausgeleuchteten Bildern, dem es aber doch an Esprit und Pfiff fehlt.

Eine beliebte Ausgangssituation für Filme oder Bücher ist die Frage nach den Wurzeln eines Kunstwerks. Tracy Chevalier spekulierte beispielsweise im von Peter Webber 2003 verfilmten Roman "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" über die Hintergründe von Jan Vermeers gleichnamigem Gemälde. Marc Forster setzte sich in "Finding Neverland" mit der Entstehungsgeschichte des Klassikers "Peter Pan" auseinander.

Anne Fontaine, die schon mit "Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft" (2009) einen im Paris des frühen 20. Jahrhunderts spielenden Historienfilm gedreht hat, fokussiert nun in diesem Kostümdrama auf der Entstehungsgeschichte von Maurice Ravels Bolero. Zum Vorspann vermitteln Bilder von modernen Interpretationen dieses Orchesterstücks, wie dieses in unterschiedlichsten Kontexten vom klassischen Konzert bis zur poppigen Veranstaltung und von Asien bis Afrika gespielt und variiert wird. – Laut Nachspanninsert soll der Bolero alle 15 Minuten irgendwo auf der Welt zu hören sein.

Nur kurz hält sich Fontaine im Jahr 1903 auf, in dem Maurice Ravel (Raphaël Personnaz) am Konservatorium bei dem Klavierwettbewerb um den Prix de Rome erfolglos bleibt. Nur aus späteren Gesprächen erfährt man, dass es nicht bei dieser einmaligen Schmach blieb, sondern dass er vier weitere Male erfolglos an diesem Wettbewerb teilnahm.

Mit einem Schnitt springt der Film von dieser Enttäuschung, bei der offen bleibt, ob sie die Ursache für einen Fenstersturz Ravels war oder ob es sich dabei um einen Unfall handelte, ins Jahr 1927. Bald erhält der Komponist nun von der russischen Choreographin und Tänzerin Ida Rubinstein (Jeanne Balibar) den Auftrag, für sie das nächste Ballett zu komponieren.
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- Fanny Agostino für cineman.ch - Jessica Kiang für variety.com
  - Fabien Lemercier für cineuropa.org
   
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