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Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

DE/FR 2022, D, 119', Regie: Andreas Dresen, mit Meltem Kaptan, Alexander Scheer, Nazmi Kırık

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

Filmkritik von Sebastian Seidler

Um ihren Sohn aus Guantanamo Bay zu holen, legt sich eine quirlige Bremer Hausfrau mit den Vereinigten Staaten von Amerika an. Basierend auf einer wahren Geschichte, verliert sich der Fall Kurnaz gegen Bush jedoch in belangloser Authentizität.

Eigentlich wäre es an dieser Stelle Zeit, eine Grundsatzdiskussion zu führen: Braucht es wirklich diese authentischen Themenfilme, in denen reale Ereignisse ohne ästhetischen Überschuss nacherzählt werden? Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush ist so ein Film, der, abgesehen von Pathos und einer aufdringlichen Emotionalität, auf jede ästhetische Überhöhung verzichtet und dabei so egal, so langweilig und so unendlich weit vom Kino entfernt ist, dass man sich wünscht, man hätte einfach einen guten Dokumentarfilm aus diesem Stoff gemacht.

In Deutschland aber lieben Filmförderer und Sender diese besonders-ganz-wichtigen Filme; das politische Thema legitimiert die Investition. Nun ist der Fall Murat Kurnaz mit Sicherheit ein Skandal, bei dem es Verstrickungen bis in die höchsten Regierungskreise gibt. Obwohl bereits kurz nach seiner Inhaftierung keine Zweifel an seiner Unschuld bestanden, wurde er für insgesamt fünf Jahre in Guantanamo festgehalten und gefoltert – die Menschenrechte galten für Terrorverdächtige nicht. Bis heute sitzen 39 Menschen in dem Gefangenenlager fest, das weder von Barack Obama noch von Joe Biden geschlossen wurde.
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