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Neu

The Worst Person In The World

NO 2021, OV/df, 128', Regie: Joachim Trier, mit Anders Danielsen Lie, Renate Reinsve, Herbert Nordrum

Julie wird dreissig und ihr Leben ist ein Chaos: Überwältigt von den vielen Möglichkeiten, die ihr offenstehen, kann sie sich weder beruflich noch privat festlegen und ihr älterer Freund Aksel – ein erfolgreicher Graphic Novel-Autor – drängt darauf, sich niederzulassen.

Sneaky Sunday und Mittagskino: Captains Of Zataari

EG 2021, OV/df, 73', Regie: Ali El Arabi, mit Mahmoud Dagher, Fawzi Qatleesh

Die syrischen Flüchtlinge Fawzi und Mahmoud leben im Lager Zaatari in Jordanien. Gefangen in dieser riesigen Zeltstadt, sehen sie den Fussball als Ausweg in eine bessere Zukunft.

 

Aktuell

Annette

FR/MX/US/CH/BE/JP/DE 2021, OV/df, 141', Regie: Leos Carax, mit Adam Driver, Marion Cotillard, Simon Helberg

Filmkritik von Philipp Stadelmaier

Annette von Leos Carax ist ein schöner Film, aber er wäre noch schöner, wenn nicht die ganze Zeit über musiziert und gesungen würde. Es sei denn, man ist ein grosser Fan der Sparks, die für Carax Drehbuch und Score schrieben. Herausgekommen ist jedenfalls ein (Rock-)Musical, in dem Carax eine Welt des reinen, kalten und verallgemeinerten Spektakels besingt, eine Welt, aus der jeder Lyrismus verschwunden zu sein scheint – und das auf ungeheuer lyrische Art und Weise.

Drive My Car

JP 2021, OV/df, 179', Regie: Ryûsuke Hamaguchi, mit Hidetoshi Nishijima, Tôko Miura, Masaki Osada

Filmkritik von Walter Gasperi

Schicht für Schicht dringt Ryusuke Hamaguchi in seiner famosen Verfilmung von zwei Kurzgeschichten von Haruki Murakami in 179 dichten Minuten tiefer in die Psyche seiner Charaktere ein und erzählt bewegend von Trauer, Schuldgefühlen, verfehlter Kommunikation und Neubeginn. – Ein zurückhaltender Film, aber gerade in seiner Unaufdringlichkeit ein wahres Meisterwerk des Kinos.

 

Gagarine

FR 2020, F/d, 98', Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh, mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven

Yuri träumt davon, Astronaut zu werden und ins All zu fliegen. Er lebt allein in einer der vielen Wohnungen der ‹Cité Gagarine› bei Paris, mit seinem Teleskop, seinen Weltraum-Karten, seinen Zeichnungen.

Madres Paralelas

ES 2021, OV/df, 120', Regie: Pedro Almodóvar, mit Penélope Cruz, Aitana Sánchez-Gijón, Milena Smit

Filmkritik von Hansjörg Betschart

Der Film beginnt auf einem Fotoset: Hinter der Kamera gibt eine Frau Anweisungen. Vor dem Objektiv lächelt ein Mann. Das Auge hinter dem Sucher gehört Janis (Penélope Cruz). Sie lichtet das Lächeln des Antropologen Arturo (Israel Elejalde) ab. Ihre Blicke treffen sich im Sucher. Noch ehe das Fotoshooting zu Ende ist, nehmen uns die «Madres paralelas» gefangen – mit den Augen von Penélope Cruz.

 

Pleasure

SE/NL/FR 2020, OV/df, 109', Regie: Ninja Thyberg, mit Sofia Kappel, Revika Anne Reustle, Evelyn Claire

Filmkritik von Susanne Gottlieb

«Business or Pleasure», Geschäftlich oder Vergnügen, fragt der Immigrationsbeamte Linnéa, als sie zum ersten Mal die USA betritt. «Pleasure», erklärt diese lapidar. Und das meint sie auch so. Die junge Schwedin will unter dem Pseudonym Bella Cherry in der Pornoindustrie Karriere machen. Warum, fragt sie ein Co-Star später, sie könne doch so viel anderes mit ihrem Leben machen. Die Antwort: «Ich bin hier, weil ich ficken möchte».

Rifkin's Festival

US/ES/IT 2020, OV/df, 92', Regie: Woody Allen, mit Gina Gershon, Wallace Shawn, Louis Garrel, Steve Guttenberg, Christoph Waltz

Filmkritik von Walter Gasperi

Woody Allen erzählt in seinem 49. Film vor dem Hintergrund des Filmfestivals von San Sebastian von den die Eheproblemen eines amerikanischen Filmprofessors und feiert gleichzeitig melancholisch die große Zeit des europäischen Autorenfilms. Die eigentliche Geschichte ist dünn, doch die liebevollen Zitate von Klassikern wie "Jules et Jim" und "Das siebente Siegel" entschädigen dafür.

 

Stürm: Bis wir tot sind oder frei

CH 2021, CH-Dial., 119', Regie: Regie: Oliver Rihs, Joel Basman, Marie Leuenberger, Anatole Taubman

Filmkritik von Teresa Vena

Walter Stürm war eine schweizweit bekannte Persönlichkeit. Der Unternehmersohn verbüsste ab den Siebzigerjahren auf Grund seiner wiederholt verübten Einbrüche, Diebstähle oder Raubüberfälle eine Reihe von Haftstrafen.

The French Dispatch

DE/US 2020, OV/df, 108', Regie: Wes Anderson, mit Timothée Chalamet, Saoirse Ronan, Léa Seydoux

In einer fiktiven französischen Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg erwecken Mitarbeiter einer US-amerikanischen Zeitung namens «The French Dispatch» einige Geschichten zum Leben, die darin veröffentlicht wurden.

 

The Last Bus

UK 2021, OV/df, 88', Regie: Gillies MacKinnon, mit Timothy Spall, Phyllis Logan

Ein alter Mann bricht nach dem Tod seiner Frau mit öffentlichen Bussen zu einer Reise vom nördlichsten Punkt Schottlands zum südlichsten Punkt Englands auf, wo sie sich einst kennenlernten: Ein ganz auf einen groß aufspielenden Timothy Spall zugeschnittenes Road-Movie, das allerdings auch sentimental und in den unterschiedlichen Begegnungen sehr kalkuliert und wenig glaubwürdig ist.

The Matrix Resurrections

US 2021, OV/df, 148', Regie: Lana Wachowski, mit Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Jonathan Groff

Filmkritik von Michael Kuratli

Ein weiteres Sequel, auf das niemand gewartet hat. Zuallerletzt Neo alias Thomas Anderson, der eines Tages ins Büro seines Chefs gerufen wird. Thomas soll einen Nachfolger zu seiner erfolgreichen Game-Serie entwickeln, der Mutterkonzern Warner Bros. will es so. Aber halt: Vermischt sich da nicht gerade etwas? Doch, und das mit voller Absicht. Denn wenn The Matrix Resurrections etwas ist, dann meta.

 

The Truffle Hunters

US/IT/GR 2020, 84', OV/df, Regie: Michael Dweck, Gregory Kershaw, Dokumentarfilm

Filmkritik von Walter Gasperi

In eine ganz eigene Welt entführen die Amerikaner Michael Dweck und Gregory Kershaw in ihrem ersten langen Dokumentarfilm: Mit geduldigem Blick und sanftem Humor porträtieren sie einige skurrile norditalienische Trüffelsammler und stellen diesen das Geschäft mit dem wertvollen Pilz gegenüber.

Un Triomphe

FR 2020, F/d, 107', Regie: Emmanuel Courcol, mit Kad Merad, Marina Hands, Laurent Stocker

Filmkritik von Philipp Stadelmaier

Etienne, ein Schauspieler, der seit Jahren nicht mehr auf der Bühne stand, probt mit Gefängnisinsassen Becketts «Warten auf Godot». Nach anfänglichen Schwierigkeiten machen alle begeistert mit, und die Inszenierung, aufgeführt in einem Theater in Lyon, wird ein voller Erfolg. Die Truppe begibt sich auf Tournée durch Frankreich, und doch bleiben die Gefangenen bei allem Ruhm Gefangene – mit Fluchtgedanken.

 

Letzte Tage

Apenas El Sol

PY/CH 2020, OV/df, 75', Regie: Arami Ullon, Dokumentarfilm

Unermüdlich durchquert der indigene Ayoreo Mateo Sobode Chiqueno mit seinem alten Kassettenrecorder die karge Landschaft des paraguayischen Chaco.

Lingui

TD 2021, OV/df, 87', Regie: Mahamat-Saleh Haroun, mit Achouackh Abakar Souleymane, Rihane Khalil Alio, Youssouf Djaoro

Am Rande der Stadt N’Djamena im Tschad lebt Amina allein mit ihrer 15-jährigen Tochter Maria. Als diese schwanger wird, bricht ihre ohnehin schon fragile Welt zusammen.

 

Nomadland

US 2020, OV/D/df, 108', Regie: Chloé Zhao, mit Frances McDormand, David Strathairn, Linda May

Filmkritik von Michael Kuratli

Direkt vor Ferns altem Haus in Empire, Nevada, fängt die Wüste an. Im Haus wohnt sie längst nicht mehr, wie niemand mehr in dem Ort wohnt, der nur wegen einer Gipsplattenfirma existiert. Existierte, um genau zu sein, denn mit der Schliessung der Fabrik 2011 schloss auch Empire, und der Ort verwandelte sich in eine Geisterstadt.

The Quest For Tonewood

NO 2020, OV/df, 87', Regie: Hans Lukas Hansen, Dokumentarfilm

Tief in den Wäldern des Balkans sind Ahornbäume von unschätzbarem Wert zu finden, denn aus ihrem Holz können Musikinstrumente geschaffen werden, so einzigartig und wertvoll wie eine Stradivari.