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The Breaking Ice

CN 2023, OV/df, 97', Regie: Anthony Chen, mit Zhou Dongyu, Liu Haoran, Qu Chuxiao

The Breaking Ice

Filmkritik von Walter Gasperi

Drei einsame junge Erwachsene finden in der winterlichen nordostchinesischen Stadt Yanji zueinander: Im Kontrast zwischen den ebenso schönen wie kalten Winterbildern und der jugendlichen Lebenssehnsucht zeichnet Anthony Chen ein von Melancholie durchzogenes Bild von Chinas Generation Z.

Wenn in der ersten Szene Eisblöcke aus dem vereisten See geschlagen werden, kann man darin sowohl eine Metapher für eine gesellschaftliche Kälte sehen als auch ein Bild dafür, wie die Protagonist:innen von "The Breaking Ice" in ihrem Leben feststecken und quasi losgeeist werden müssen. Aber der Winter in der im Nordosten Chinas an der Grenze zu Nordkorea gelegenen Stadt Yanji ist auch ganz real klirrend kalt.

Die Hochzeit eines Schulkollegen hat den jungen Haofeng aus Shanghai in die 500.000 Einwohner:innen zählende Stadt geführt. Ausgelassen wird die Vermählung gefeiert, doch bei Haofeng kommt keine Freude auf und bald verlässt er das Fest. Zwar hat er als Finanzberater keine materiellen Sorgen, dennoch erscheint er schwer suizidgefährdet, wenn er von einer Brüstung in die Tiefe blickt. Auf Anrufe bezüglich eines verpassten Termins in einer psychiatrischen Klinik reagiert er aber nicht, sondern nimmt mit Touristen an einer Stadtrundfahrt teil.

So lernt er die etwa gleichaltrige Nana kennen, die ihren Lebensunterhalt als Reiseleiterin verdient. Glücklich ist sie mit ihrer Situation so wenig wie der mit ihr befreundete Xiao, der im Restaurant seiner Tante arbeitet. Als Haofeng nach einer durchzechten Nacht seinen Rückflug verpasst, beschließt das Trio ein paar Tage gemeinsam zu verbringen. Bald geht es so an die stark gesicherte Grenze zu Nordkorea, dann streift man durch ein Labyrinth aus Eisblöcken, zieht nachts durch Bars und Discos und schließlich bricht man zu dem im Changbai-Gebirge gelegenen Himmelssee auf.
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