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Drii Winter

CH/DE 2022, CH-Dialekt, 137', Regie: Michael Koch, mit Michèle Brand, Simon Wisler

Drii Winter

Filmkritik von Walter Gasperi

Die Schweizer Oscar-Einreichung ist ein Heimatfilm ohne Kitsch. Authentisch und behutsam erzählt Michael Koch mit Laiendarsteller*innen, großartig eingebettet in ein wortkarges Bauernmilieu, eine bewegende Geschichte von Liebe und Tod.

Am Beginn steht der lange Blick auf einen Felsblock auf einer Bergwiese. Am Bildrand sieht man an der anderen Talseite einen Motorradfahrer die Passstraße hochrasen. Zu diesem Bild hört man einen Chor ein schwermütiges Lied singen.

Mehrfach wird dieser Chor, der in der Folge dann auch im Bild präsent ist, mit seinen Liedern den Film strukturieren und Pausen setzen. Wie der Chor in der griechischen Tragödie wird er auch die Handlung kommentieren und die Tragik der Ereignisse mit Liedern wie "Oh weh, ich muss Abschied nehmen" oder "Komm, süßer Tod" steigern und verdichten.

Und dabei beginnt es so glücklich: Innig lieben sich der Bauerngehilfe Marco (Simon Wisler) und die Kellnerin und Briefträgerin Anna (Michèle Brand). Ihre etwa fünfjährige Tochter Julia aus einer früheren Beziehung nimmt Marco ganz selbstverständlich an und auch das Mädchen sieht in Marco ihren Vater. Keine großen Liebesszenen gibt es zwischen Marco und Anna, doch man spürt in ihren Berührungen und ihren Blicken die tiefe Liebe.

Keine Rolle spielt hier, dass sie eher klein und filigran wirkt, er dagegen ein Berg von einem Mann mit mächtigen Oberarmen und Schultern ist. Dass die Dorfbevölkerung sich abfällig über Marco äußert, weil er aus dem Flachland kommt, kann die Beziehung ebenso wenig trüben wie die Kommentare zu Annas unehelichem Kind und ihrer Liebe zu dem Außenseiter.

Als sie heiraten, scheint das Glück vollkommen, doch dann klagt Marco zunehmend über Kopfschmerzen. Arzt will er aber keinen aufsuchen. Erst als er mit seinem Motorrad verunfallt, wird er untersucht. Positiv gestimmt verkündet der Arzt, dass keine Unfallverletzungen festzustellen seien, weist aber auf ein Gewächs im Gehirn hin, das rasch operiert werden müsse.
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