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Canción sin nombre

PE 2019, OV/df, 97', Regie: Melina León, mit Lidia Quipse, Lucio Rojas, Maykol Hernández

Canción sin nombre

Filmkritik von Walter Gasperi

Im krisengeschüttelten Peru der späten 1980er Jahre versucht eine Frau mit Hilfe eines Journalisten ihr Baby, das ihr nach der Geburt in der Klinik gestohlen wurde, zurückzubekommen. – Ein in strengem Schwarzweiß gefilmtes bewegendes Drama über die Ohnmacht der Schwachen, das aber in der Zeichnung der peruanischen Verhältnisse gegen Ende ausfranst.

Schwarzweiße Fotos in alten Fernsehgeräten vermitteln einen Eindruck von der Lage in Peru im Jahr 1988: Nachrichten von der galoppierenden Inflation auf der einen Seite stehen auf der anderen der Aufruf des marxistisch-leninistischen Sendero Luminoso zum bewaffneten Widerstand gegenüber. Das quadratische Fernsehbild stimmt ebenso wie das Schwarzweiß schon auf die Ästhetik von Melina Leóns Debüt ein.

Auch hier sind die in strengem Schwarzweiß gehaltenen Bilder von Kameramann Inti Briones nahezu quadratisch. Eingeengt wirken dadurch die Charaktere und eindrücklich vermittelt León damit auch die Ohnmacht und den begrenzten Handlungsspielraum der unterprivilegierten indigenen Bevölkerung.

Bei einem Tanz werden zu naturreligiösen Riten die hochschwangere Georgina und ihr Partner Leo zwar gesegnet, doch Glück ist ihnen keines beschieden. Während ihre abgeschiedene Hütte und der von Meeresrauschen begleitete mühsame Weg des Paares eine Sanddüne hoch symbolisch verdichtet für das schwere Leben der Protagonisten steht, wird ihre Arbeit auf dem Gemüsemarkt von Lima realistisch geschildert.
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