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Ray & Liz

GB 2018, OV/df, 108 Min., Regie: Richard Billingham, mit Justin Salinger, Ella Smith, Patrick Romer

Ray & Liz

DVD - Release: 9.11.19

TIFF Toronto, NYFF New York, Film Festival Locarno

Filmkritik von Tereza Fischer

Vor mehr als zwanzig Jahren hat der Fotograf Richard Billingham den tragikomischen Fotoband «Ray’s a Laugh» über seine Eltern herausgegeben, über den arbeitslosen und alkoholabhängigen Vater und die gewalttätige, dauerrauchende Mutter. Ursprünglich waren die Fotos als Vorlage für Gemälde gedacht, erhielten jedoch durch einen Zufall ein erfolgreiches Eigenleben in der Kunstszene.

Nun hat Billingham anhand dieser Fotos seine Erinnerungen zum Leben erweckt, Erinnerungen an eine Kindheit in ärmsten Verhältnissen und gezeichnet durch grobe Vernachlässigung der Kinder.

Die Handlung von Ray & Liz ist minimal und in drei Teile gegliedert, deren Aufbau dem fragmentarischen Wesen von Erinnerungen folgt. Billingham selbst kommt nur als Randfigur vor.

Der erste Teil ist Vater Ray gewidmet, er bildet den Rahmen für die anderen beiden zeitlich weiter zurückliegenden Episoden. Ray ist Mitte der Neunzigerjahre alleine in der Sozialwohnung der Familie geblieben. Eigentlich lebt er nur noch in einem einzigen Zimmer, ohne sich vom Bett weiter als bis zur Toilette zu entfernen. Meistens beschränkt sich sein Aktionsradius auf wenige Zentimeter zwischen dem Bett, der Kommode und dem Fenster. Ray dient der ehemalige Schminktisch nun als Bar für selbst gebrautes Bier, mit dem er sich ernährt und seinen Alkoholpegel konstant hochhält. Ein Radio und das kleine Fenster sind Rays Verbindungen zur Welt.
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Verleiher
Xenix Film

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