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11.-20.09.2020 Videoex

11.-20.09.2020 Videoex

von: office@videoex.ch; aufgeschaltet am 18.08.2020 14:07

Das Experimentalfilm und Videofestival Videoex (Zürich, 11. - 20. September 2020) ist das einzige Festival in der Schweiz, das sich explizit dem experimentellen Film- und Videoschaffen widmet und dieses in einem kinematografischen Rahmen präsentiert. Dieses Jahr wird die 22. Ausgabe gefeiert!

Vom 11. bis 20. September 2020 zeigt Videoex insgesamt über 150 Werke an der Schnittstelle zwischen Film und
Kunst. Neben dem alljährlichen Schweizer und Internationalen Wettbewerb kuratiert das Festival Retrospektiven, Spezialprogramme, Diskussionen, Workshops und ein Rahmenprogramm aus Installationen und Live-Acts. Bereits bestätigt sind die Performance Wavelength von Stefano Canapa und Antoine Birot, die live mit einem Generator und drei 16mm-Projektoren Bilder und Sound manipulieren und eine Livevertonung vom IOIC. Nebst dem beliebten Analog- Animationsfilmworkshop für Kinder wird auch Erwachsenen und Jugendlichen das Handwerk des Filmens, Entwickelns und Montierens in DIY-Workshops vermittelt.

Gastprogramm Argentinien
Der Kunstfilm in Argentinien geht auf den vom Bauhaus inspirierten Fotografen Horacio Coppola zurück. Darauf folgend setzt in den 1960ern im Umfeld des Instituto di Tella eine intensive Beschäftigung mit dem nicht-konventionellen Film ein, wie bei David Lamelas, einem Pionier der konzeptuellen Kunst. Zurzeit der letzten Militärdiktatur (1976-83) zeichneten sich zwei lose Gruppierungen ab: die gelegentlich nach dem Goethe-Institut benannte Gruppe um Narcisa Hirsch und Claudio Caldini, die sich dem von der Politik nur scheinbar enthobenen Kunstfilm verschrieben hatte, und die Gruppe der radikal- ikonoklastisch und brechtianisch-militanten Underground-Filmer um Alberto Fischerman und Edgardo Cozarinsky.
Der quer in der Landschaft stehende Film ORG von Fernando Birri wiederum bietet einen kaleidoskopartigen Einblick in die ästhetischen und politischen Strömungen der 1970er. Eine Auswahl herausragender Werke des späten 20. und des frühen 21. Jahrhunderts schliesslich wird von den Machern der BIM – Bienal de la Imagen en Movimiento in Buenos Aires präsentiert.

Laure Prouvost vertrat an der letztjährigen Biennale in Venedig mit Ihrer Arbeit The Deep Blue Sea Surrounding You besonders erfolgreich Frankreich. Am Videoex ermöglichen wir das einzigartige Erlebnis, 10 ihrer Werke im Kino zu sehen. Sie spielt mit der Sprache als Instrument der Imagination, verwischt lineare Erzählungen und bringt erwartete Verbindungen zwischen Worten, Bildern und Bedeutungen durcheinander. Neben verschachtelten Erzählweisen, schnellen Sprüngen, Montagen und Wortspielen verwendet sie üppige Bilder, Klänge, gesprochene und geschriebene Sätze.

Charlotte Prodger, die in Glasgow lebende Künstlerin, gewann 2018 den renommierten Turner Prize. Sie arbeitet
vor allem mit bewegten Bildern, Fotografie, Performances und Skulpturen. Im Zentrum ihrer Werke stehen Fragen von (queerer) Identität, Landschaft, Sprache und Zeit, wobei autobiografische Elemente eine wichtige Rolle spielen. Das lose zusammengefügte Filmmaterial wird von Voiceovers eigener, manchmal tagebuchartiger Texte, aber auch Passagen aus Werken von Schriftsteller_innen oder Forscher_innen begleitet. Videoex zeigt die internationale Premiere ihrer Trilogie bestehend aus Stoneymollan Trail, BRIDGIT (2018 Gewinner des Turner Prize) und SaF05.

Als collectif_fact dekonstruieren Annelore Schneider und Claude Piguet – mehrfache Gewinner_innen des Swiss
Art Award – seit 2002 die kinematografischen Codes unserer visuellen Kultur. Mit viel Humor kombiniert das genfer Duo vertraute Bilder, zahlreiche Referenzen und Anspielungen auf Kinoklassiker und unterläuft so kinematografische Codes und Strategien. In früheren Videoarbeiten spielten zudem Räume, Architektur, urbanes Leben und deren Beziehungen untereinander eine zentrale Rolle. Dabei kamen vor allem digitale Montageverfahren zum Einsatz. Immer geht es dem Duo jedoch um eine kritische Auseinandersetzung mit den alltäglichen Gewohnheiten, die unsere Wahrnehmung der Realität bedingen.

Flatform ist ein Künstlerkollektiv aus Italien und arbeitet seit 2006 zwischen Mailand und Berlin mit Video sowie Installationen und Performance. Flatform befasst sich mit Landschaften als komplexes Netzwerk von Verbindungen und wendet sich dadurch stark von der klassischen, romantisch-sentimentalen Darstellung ab.

Die ausgewählten Filme des Internationalen und Schweizer Wettbewerbs vermitteln dem Publikum aktuellste Tendenzen künstlerischer und experimenteller Film- und Videoproduktion.

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