Pressetext
Zwei Brüder aus der Londoner Working Class: Terry (Colin Farrell) liebt das Pokerspiel, Hundewetten und Whiskey, Ian (Ewan McGregor) verfällt dem Charme der wunderschönen Schauspielerin Angela (Hayley Atwell), die einen hohen Lebensstandard fordert. Zunehmende Geldsorgen verleiten die Brüder dazu, sich auf einen gefährlichen Deal einzulassen.
Rezension von Hans Jürg Zinsli
In dem mit acht Goyas ausgezeichneten Drama „Celda 211“ erzählt der spanische Regisseur Daniel Monzón auf differenziert drastische Art von einer Meuterei hinter Gittern.
Rezension von Irene Genhart
Los Angeles, März 1928. Am Abend eines Samstags, an dem sie unverhofft arbeiten muss, meldet die allein stehende Christine ihren neunjährigen Sohn Walter als vermisst. Fünf bange Monate vergehen, dann meldet die Polizei, sie habe den Vermissten in Illinois gefunden. Sie übergibt den Aufgegriffenen vor versammelter Presse Christine, die dabei entsetzt feststellt, dass der vor ihr stehende Knabe unmöglich Walter sein kann. Doch das will (und kann) die wegen lausiger Leistungen und Korruptionsverdacht ohnehin schon in der Kritik stehende Polizei nicht wahrhaben...
Pressetext
Charlotte Rampling: Tabubrecherin, Stilikone, Weltstar und mutige Avantgardistin. Sie war das Chelsea Girl im Swinging London der 60er. Visconti holte sie für "Die Verdammten" nach Italien.
Rezension von Geri Krebs
Den Kampf einer Guerilla zeigte bereits Steven Soderberghs erster Teil seines filmischen Che-Doppelpacks. Handelte es sich bei „The Argentine um die Verfilmung von Ernesto „Che“ Guevaras „Kubanischem Tagebuch“, das im Wesentlichen den – erfolgreichen - Kampf der Rebellen um Fidel Castro und Guevara in den Bergen der kubanischen Sierra Maestra in den Jahren von 1956 bis 1958 schildert, so vermittelt nun „Guerilla“ den Niedergang und das Ende von Che in Bolivien im Jahr 1967.
Rezension von Irene Genhart
Paris, Belle Epoque. Die Wirtschaft prosperiert. Die Stadt erblüht. Man tummelt sich in Parks und Museen, besucht Ateliers, vergnügt sich in Cafés und Salons. Mitten im bunten Treiben bilden die Kurtisanen so etwas wie einen eigenen Stand. Eine der angesehensten unter ihnen ist eine gewisse Léa de Lonval, von der es in „Chéri“ so wunderbar süffisant heisst, sie sei „für eine Frau ihrer Profession schon etwas in die Jahre gekommen“.
Rezension von Cindy Hertach
Bittersüsse Romanze trifft auf farbenprächtige Hommage an Kubas Jazz der 1940er und 1950er Jahre. Der einzigartige Trickfilm aus Spanien überzeugt hauptsächlich mit einer exquisiten Bildsprache und einem ebensolchen Soundtrack.
Rezension von Andrea Lüthi
Atom Egoyans Mix aus Ehedrama und Erotikthriller vermag zwar erzählerisch nicht ganz zu überzeugen, besticht aber durch starke schauspielerische Leistungen und visuelle Eleganz.
Pressetext
Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der grosse Pläne für sein Leben hatte. Nachdem im Alter von 21 Jahren in seinem Nacken ein Tumor im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, kämpft er um sein Leben. Jan Gassmann begleitete ihn mit der Kamera. Dabei entsteht nicht ein Film über den Tod, sondern vielmehr über das Leben. Christian begann selbst früh mit dem Filmemachen.
Rezension von Andrea Lüthi
Alte Hände breiten eine Tischdecke aus, schreiben Rezepte säuberlich in ein Buch. Sie legen alte Fotos aus, schliessen sie im Sekretär ein - dabei fällt ein Foto zu Boden. Genau das aber gehört nicht zu Noras Plan, wird aber später für Turbulenzen sorgen.
Rezension von Doris Senn
Mit „Cirkus Columbia“ wendet sich Danis Tanovic wieder der Geschichte seines Heimatlands Bosnien-Herzegowina zu, die er schon in seinem brillanten Erstling „No Man's Land“ ins Zentrum stellte und dafür 2001 unverhofft zu Oscar-Ehren kam. Sein neustes Werk ist eine betont leichtfüssige Satire über das Jugoslawien unmittelbar vor Kriegsausbruch.
Rezension von Geri Krebs
Von 1962 – 1970 tobte in Jemen ein Bürgerkrieg zwischen königstreuen Stämmen im Norden und republikanisch gesinnten Kräften im Süden. Es war ein Krieg, der mit beispielloser Grausamkeit geführt wurde, Gefangene wurden nicht gemacht, und schon bald mutierte der Konflikt zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Saudi Arabien, das den Norden unterstützte, und Ägypten, das dem Süden militärisch zu Hilfe eilte.
Rezension von Bettina Spoerri
In einem Gerichtsprozess lässt Jean-Stéphane Bron die Protagonisten der Immobilienkrise in Cleveland gegeneinander antreten: eine aufschlussreiche Inszenierung.
Rezension von Irene Genhart
„Coeur animal“, mit dem Quartz als bester Schweizer Spielfilm 2010 ausgezeichnet, ist ein herbes Westschweizer Bergbauern- und Beziehungsdrama.
Rezension von Cindy Hertach
Kinder ja oder nein? Nur allzu oft scheitert eine heterosexuelle Beziehung an dieser Frage. Das muss bei einem schwulen Paar nicht anders sein: Der attraktive Kinderarzt Manu wünscht sich nichts sehnlicher als ein Baby, sein lebenslustiger Partner Philippe dagegen hat kaum Lust, sein sorgloses Partyleben für ein Kind zurückzustecken.
Rezension von Bettina Spoerri
Der Westschweizer Regisseur Frédéric Mermoud rollt in seinem Spielfilmdebüt auf geschickte Weise, Stück für Stück, die Verwicklungen einer intensiven, gefährlich blind-naiven Liebe auf.
Pressetext
Cowboys in der Kirche, Tränen für den großen Führer, eifersüchtige Ehefrauen und TITANIC in Nordkorea. Eine faszinierende Reise zu vier außergewöhnlichen Orten, wo Kino noch ein Ereignis ist.
Sie leben tausende Kilometer von einander entfernt und verfolgen doch den gleichen Traum. In "COMRADES IN DREAMS" treffen wir auf Menschen, die das Kino zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben.
Pressetext
Ian Curtis (SAM RILEY) ist 19 Jahre alt, als er Debbie (SAMANTHA MORTON) kennen lernt. Wenig später sind sie verheiratet und bekommen eine Tochter. Curtis stösst als Sänger zu der Band Joy Division, die er mit seiner ominösen Stimme und seinem düsteren Charisma schnell zum Geheimtipp auch ausserhalb seiner Heimatstadt Manchester macht.
Rezension von Walter Gasperi
Abbas Kiarostami schickt eine französische Galeristin und einen britischen Schriftsteller auf eine Reise durch die Toskana. Mit einer grossartigen Juliette Binoche in der Hauptrolle entwickelt sich daraus eine Reflexion über Original und Fälschung, Wirklichkeit und Schein.
Rezension von Walter Gasperi
Silvio Soldini stellt in seinem Drama seine Protagonistin vor die Entscheidung, ob sie sich in den ruhigen Alltagstrott fügen oder sich rücksichtslos einer leidenschaftlichen Liebe hingeben soll.
Rezension von Irene Genhart
Ein phasenweise etwas zu persönlich geratenes, gleichwohl hübsch informatives Dokuporträt über den Schweizer Filmregisseur Daniel Schmid.
Pressetext
Tiziano Terzani, weltberühmter Autor und langjähriger Südostasien-Korrespondent des "Spiegel", bittet am Ende seines ereignisreichen Lebens seinen Sohn Folco zu sich.
Pressetext
Eines schönen Morgens ist er plötzlich da: ein mystischer Kornkreis auf dem Feld von Sarah (Sabina Schneebeli) und Felix (Michael Neuenschwander). Und er bringt das Leben im verschlafenen Dörfchen Murk gehörig durcheinander.
Rezension von Walter Gasperi
Bei einem Militäreinsatz in der besetzten Westbank töten israelische Militärs im Jahr 2005 einen zwölfjährigen palästinensischen Jungen, weil sie seine Spielzeugwaffe für eine echte Kalaschnikow halten. Der Vater gibt die Organe zur Transplantation frei, sodass drei Kinder, darunter die Tochter eines orthodoxen Juden, der seine Ablehnung der Palästinenser nicht verheimlicht, gerettet werden können.
Rezension von Irene Genhart
Das unverhoffte Aufbrechen des Bösen inmitten der bieder-braven Normalgesellschaft hat Michael Haneke - erinnert sei nur an „Caché“ (2004), „Funny Games“ (1997), „71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls“ (1993/94), „Benny‘s Video“ (1991/92) - immer wieder beschäftigt. Nie allerdings hat der Österreicher dieses so präzise ergründet, wie in seinem mit der Goldenen Palme gekrönten, meisterhaften „Das weisse Band“.
Rezension von Geri Krebs
David Sieveking erkundet anhand von Kultregisseur David Lynch höchst vergnüglich die „Transzendentale Meditation“.
Rezension von Geri Krebs
Es gibt offenbar viele (Ehe-)Paare, deren gemeinsamer Alltag dermassen ritualisiert ist, dass der fixe Platz im Doppelbett ein unverückbares Faktum darstellt – zumindest in Frankreich. Vielleicht ist dieses Ritual bei Paaren im deutschen Sprachraum nicht ganz so verbreitet, denn anders lässt sich der deutsche Verleihtitel („Gib mir deinen Platz, ich gebe dir meinen“) kaum erklären.
Pressetext
Der New Yorker Paparazzo Les Gallantine (Steve Buscemi) ist ständig auf der Pirsch nach dem ultimativen Star-Schnappschuss, der ihn reich und berühmt macht. Anlässlich einer herben Niederlage beim Versuch, Popsternchen K’harma Leeds (Alison Lohman) abzulichten, lernt er den Möchtegern-Schauspieler Toby (Michael Pitt), gerade auf Selbsterfahrungs-Trip als Obdachloser, kennen und engagiert ihn als seinen Assistenten. Zu Les’ Verdruss gelingt es dem charmanten Grünhorn Toby, die schöne K’harma zu verführen, was wiederum die Beziehung zwischen den beiden Männer arg belastet...
Rezension von Geri Krebs
Der junge Mihail kommt nach Jahren der Abwesenheit in sein Dorf am Ufer eines Flussdeltas zurück, will hier wieder heimisch werden und sich ein Haus bauen. Die Mutter des Mannes, eine verbitterte und vom Leben enttäuschte Frau hat wieder geheiratet, sie lebt mit ihrer Tochter und mit ihrem neuen Mann, einem gewalttätigen Finsterling, zusammen. Das Paar führt eine schmuddelige Dorfkaschemme, wo die - ausschliesslich männlichen – Gäste meistens stumm vor ihrem Glas sitzen, um periodisch den Frust über ihre triste Existenz mit Hochprozentigem hinunterzuspülen.
Rezension von Cindy Hertach
Nachdem der junge Cellist Daigo seine Anstellung in einem Tokioter Orchester verloren hat, beschliesst er, seinem Leben eine völlig neue Wendung zu geben.
Pressetext
Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird.
Pressetext
Im wirklichen Leben wären Emil (Philippe Graber) und Larissa (Emilie Welti) nie ein Paar – sie, die von allen umschwärmte Sängerin; er, ein schüchterner Aussenseiter. Ironischerweise erhält Emil erst eine Chance, als Larissa ums Leben kommt: Er gibt sich als ihr Freund aus. Endlich bekommt er die Anerkennung, die er immer suchte. Und erst noch eine Art Ersatz-Familie. Eigentlich wäre nun alles gut. Wenn Emil sich nicht verlieben würde – und zwar ausgerechnet in Larissas Schwester (Johanna Bantzer), die natürlich auf keinen Fall die Wahrheit erfahren darf ...
Rezension von Irene Genhart
Selten trägt ein Schweizer Film das „true crime“-Siegel. Noch seltener wird dabei ein noch „aktueller“ Fall aufgegriffen wie in „Der Fürsorger“: Gerade mal 62 Jahre alt ist Hans-Peter Streit heute, dessen Geschichte Lutz Konermanns Film erzählt. In die Strafregister eingegangen ist Streit als Hochstapler und Betrüger: Über elf Millionen Franken ergaunert, Urkunden und Aktien gefälscht hat er in den 1970 und 1980ern, elf Jahre sass er deswegen hinter Gittern. Vor Jahren hat er dem Journalisten Philipp Probst seinen Werdegang diktiert, nachzulesen ist er in dem bei Zytglogge erschienen Buch „Ich, der Millionenbetrüger Dr. Alder“ (die Neuedition von 2009 titelt, wie der Film, „Der Fürsorger“).
Pressetext
Paolo Poloni porträtiert die Angestellten eines italienischen Restaurants, in dem keine Italiener mehr arbeiten, sondern Tamilen, Afghanen, Bosnier, Philipinas, Pakistanis und fragt sich: Wo sind die Italiener geblieben?
Rezension von Walter Gasperi
In der dritten Verfilmung eines Krimis des österreichischen Autors Wolf Haas verschlägt es Josef Hader als ausgebrannten Ex-Polizisten und Ex-Privatdetektiv Simon Brenner in die steiermärkische Provinz. Eigentlich sollte er von einem Maler, der bei der Zahlung von Leasing-Raten säumig ist, Geld eintreiben, doch dieser scheint spurlos verschwunden.
Pressetext
Die Geschichte des legendärsten Stammesführers aller Zeiten: Dschingis Khan.
Rezension von Walter Gasperi
In seinem Dokumentarfilm zeichnet Andreas Pichler das kurze Leben des Südtirolers Michael Nothdurfter nach, der sich vom Theologiestudenten durch persönliche Erfahrungen in Bolivien zum radikalen Befreiungskämpfer wandelte und seinen Einsatz – oder sein terroristisches Engagement? – mit dem Leben bezahlte.
Rezension von Walter Gasperi
In Peter Luisis origineller Komödie droht der Protagonist im wahrsten Sinne des Wortes zu versanden. Als Benno versucht die Ursachen für den absonderlichen Sandverlust zu ergründen, nimmt er nicht nur seine Träume unter die Lupe, sondern es entwickelt sich auch eine romantische Liebesgeschichte.
Pressetext
Getrieben von der Sehnsucht nach einem freien Leben wagt der Forschungsreisende Paul Wirz (*1892) aus Gelterkinden sieben Expeditionen in die Südsee. Hier, „wo Meer und Urwald rauschen, Wilde und Kannibalen hausen“, findet der eigensinnige Weltvagant sein Paradies. Zeitlebens ein Unbeheimateter stirbt Paul Wirz 1955 in Neuguinea.
Pressetext
Was hat der moderne Mensch in der Wüste verloren? - Vor allem sich selbst.
Rezension von Walter Gasperi
1998 landete das aus Somalia stammende Topmodel Waris Dirie mit ihrem autobiographischen Roman „Wüstenblume“ – der Titel ist die Übersetzung von „Waris“ - nicht nur einen Bestseller, sondern machte auch weltweit auf die weibliche Genitalverstümmelung in afrikanischen Ländern aufmerksam.
Rezension von Irene Genhart
Antoine ist, wie man so schön sagt, ein Mann in seinen besten Jahren. Er ist charmant und sieht gut aus. Ein erfolgreicher Werbefachmann, fürsorglicher Vater, liebevoller Gatte, der mit seiner Familie in einem hübschen Einfamilienhaus in einem Vorort von Paris wohnt.
Pressetext
Ein erfolgreicher Maler (Daniel Auteuil) kehrt Paris den Rücken zu, um sich auf dem Land niederzulassen. Er sieht sich ausserstande, den Garten seines Anwesens zu pflegen und stellt daher einen Gärtner (Jean-Pierre Darroussin) ein. Bald erkennt er in diesem einen Schulkameraden aus vergangenen Zeiten. Die beiden haben sich seither in ganz verschiedenen Milieus bewegt, aber so unterschiedlich die zwei Männer auch sein mögen, zwischen ihnen entsteht eine wahre Freundschaft, die das Leben beider verändert
Rezension von Walter Gasperi
In den 1960er Jahren war Ric O´Barry der Trainer der fünf verschiedenen Delfine, die in der TV-Serie „Flipper“ eingesetzt wurden. Doch durch den intensiven Kontakt mit den Meeressäugern änderte sich O´Barrys Einstellung zu ihnen radikal. Er erkannte, dass sie ein Bewusstsein haben und für das Leben in Gefangenschaft nicht geschaffen sind.
Rezension von Walter Gasperi
Die fünf Elefanten: das sind die grossen Romane Fjodor Dostojewskijs: „Verbrechen und Strafe“, „Die Brüder Karamasov“, „Der Idiot“, „Böse Geister“, „Ein grüner Junge“. Die Frau: das ist die 1923 in der Ukraine geborene Swetlana Geier, die zwischen 1992 und 2007 diese Romane aus dem Russischen neu ins Deutsche übersetzt hat.
Rezension von Stefan Volk
Als weibliche Draculagestalt ging die 1560 geborene ungarische „Blutgräfin“ Erzebet Bathory, die angeblich im Blut ermordeter Jungfrauen badete, in die Mythengeschichte ein. Julie Delpy („Two Days in Paris“) inszeniert in „The Countess“ nicht nur diese Legende, sondern auch die Zweifel daran und verbindet beides zu einem ebenso spekulativen wie spektakulären schwarzromantischen Historiendrama.
Pressetext
Der Film beginnt als eine Schatzsuche nach versteckten Gold- und Silbermünzen in einem abgebrannten Haus und endet als ethnologische und soziologische Studie über eine italienische Einwandererfamilie in einem kleinen Tessiner Bergdorf.
Rezension von Geri Krebs
Rahel Hubli ist Standesbeamtin in einem idyllischen Schweizer Städtchen und führt professionell Brautpaare in die Ehe. Ihre eigene Ehe ist allerdings trostlos, die Liebe längst erloschen und ihr Mann geht fremd. Zusammen ist man hauptsächlich noch wegen des gemeinsamen Sohnes. Da bringt das Zusammentreffen mit Rahels Jugendliebe Ben Bewegung in den öden Alltag der Enddreissigerin. Denn Ben hat sie dazu auserkoren, ihn nicht nur standesamtlich in seinem alten Heimatstädtchen zu trauen, sondern ihm gleich auch noch bei den ganzen sonstigen Festivitäten behilflich zu sein.
Rezension von Walter Gasperi
Welchen Wert hat die Familie? Wie erzieht man Kinder richtig? - Die Österreicherin Marie Kreutzer lässt in ihrem von einem grossartigen Ensemble getragenen Spielfilmdebüt vier Geschwister angesichts des Todes ihres Hippie-Vaters zusammentreffen und ihre Kindheit in der Kommune aufarbeiten.
Pressetext
Die achtzehnjährige Camilla ist gerade aus der ländlichen Provinz nach Venedig gekommen, um russische Literatur zu studieren. Gedankenverloren überquert sie im Vaporetto die Lagune, als ihr ein anderer Passagier auffällt – ein junger Mann, der ihren Blick erwidert. Auch er hat ein Koffer dabei; auch er ist gerade in Venedig angekommen.