1 Journée

CH/F 2007, 95 Min., OV/d, Regie: Jacob Berger, mit Bruno Todeschini, Natacha Régnier, Noémie Kocher, Louis Dussol, Hiro Uchiyama

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Ein Tag. Eine Familie. Drei Personen, drei Zeiten, drei Wege. Bei Tagesanbruch glaubt Serge, ein Verbrechen zu begehen. Um die Mittagszeit entdeckt Pietra, dass sie betrogen worden ist. Um dreizehn Uhr verspürt Vlad zum ersten Mal Liebeskummer. Er ist acht Jahre alt.

4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage

Rumänien 2007, OV/df, 113 Min., Regie: Cristian Mungiu, mit Anamaria Marinca, Laura Vasiliur, Vlad Ivanov, Luminita Gheorghiu

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Die Studentinnen Otilia und Gabita teilen ein Zimmer im Wohnheim einer kleinen Stadt in Rumänien. Das kommunistische Regime unter Ceausescu liegt in den letzten Zügen. Der Alltag ist für die Menschen täglich eine neue Herausforderung, schon das Anmieten eines Zimmers in einem Hotel ein schwieriges Unterfangen.

 

A Thousand Years Of Good Prayers

USA/Japan 2007, 83 Min., OV/df, Regie: Wayne Wang, mit Henry O, Faye Yu, Vida Ghahremani, Pasha Lychnikoff

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Mr. Shi, ein verwitweter Rentner aus China, besucht nach Jahren der Trennung seine einzige Tochter Yilan in den USA, um ihr nach ihrer Scheidung beizustehen. Yilan jedoch zeigt sich wenig begeistert von seiner Unterstützung und schottet sich immer mehr ab.

Aachi & Ssipak

Südkorea 2006, 90 Min., OV/df, Animationsfilm, Regie: Jo Beom-jin

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In einer nahen Zukunft, in der alle Ressourcen aufgebraucht sind, haben Forscher eine neue unerschöpfliche Energiequelle entdeckt: menschliche Exkremente.

 

Actrices

F 2007, 107 Min., F/d, Regie: Valeria Bruni Tedeschi, mit Valeria Bruni Tedeschi, Noeémie Lvovsky, Bernadette Lafont, Valeria Golino, Louis Garrel, Jean-Hugues Anglade, Mathieu Amalric

Die erfolgreiche Schauspielerin Marcelline steckt mitten in Theaterproben. Bewegung statt Psychologie ist das Credo des eigenwilligen Jungregisseurs, der seine Darsteller unerbittlich im Kreis über die Bühne jagt.

Adoration - Simons Geheimnis

CDN 2008, 100 Min., E/df, Regie: Atom Egoyan, mit: Arsinée Khanjian, Scott Speddman, Rachel Blanchard

Der Gymnasiast Simon ist Waise, seine Eltern kamen vor langer Zeit bei einem Unfall ums Leben, er lebt bei seinem Onkel. In der Schule erhalten die Schüler von ihrer Französischlehrerin eines Tages als Übersetzungsübung einen Text über einen verhafteten arabischen Attentäter, der seine schwangere, nichts ahnende Frau als lebende Bombe missbrauchen wollte, indem er ihr Fluggepäck mit Sprengstoff bepackte, der während des Fluges hätte explodieren sollen.

 

Alle Anderen

D 2009, 119 Min., D, Regie: Maren Ade, mit Birgit Minichmayr, Lars Eidinger

Zwei Paare, eine Insel (Sardinien), ein Thema (Beziehungen): vor dem Hintergrund einer spröd-schönen Landschaftskulisse entfaltet die deutsche Regisseurin Maren Ade („Der Wald vor lauter Bäumen“) in „Alle Anderen“ ein psychologisch dichtes „Kammerspiel“ im Freien, das durch eine stimmige Dialogregie und einfühlsame Darstellung überzeugt, aber auch einige Längen und Plattitüden aufweist.

Angry Monk

CH 2005, 97 Min., OV/d, Regie: Luc Schaedler, Dokumentarfilm

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Tibet, geheimnisvolles Dach der Welt, Sitz erleuchteter Mönche — nur einer legt sich quer: Gendun Choephel heisst der streitbare Mönch, der sich 1934 vom klösterlichen Leben abwendet und in die Moderne aufbricht.

 

Animaux amoureux - Animals in Love

F 2007, 85 Min., Regie: Laurent Charbonnier, Dokumentation

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Der Mensch fühlt sich einmalig, weil er «gelernt» hat. Er meint, seine Intelligenz zeige ihm den Weg, wie er eine Frau bezaubern kann, sein Liebesverhalten werde von Überlegungen und Erfahrungen geleitet.

Antichrist

DK 2009, 109 Min., E/d/f, und D, Regie: Lars Von Trier, mit Willem Dafoe, Charlotte Gainsbourg

„Antichrist“ titelt mächtig der neue Lars von Trier und beginnt in prächtigem Lentamento. Mit einem in dezentem Schwarzweiss gehaltenen und in Zeitlupe gefilmten Akt. Man sieht: Einen Mann, eine Frau. Hautnah: Erregung, Lust, Ekstase. Ein Prélude, schön fotografiert, erotisierend. Zugleich tief beunruhigend. Denn die geschmeidige Folge der Bilder erzählt parallel noch von etwas anderem. Es sind zu sehen: Ein Mobile, ein Teddy, ein Bettchen. Ein Kind, erwachend. Schneeflocken, die durch ein offenes Fenster tanzen. Ein Stuhl. Der Fall des Teddy ist schneller als derjenige des Kindes. Melancholisch erklingt ein Lied von Georg Friedrich Händel: „Lascia ch‘io pianga mia cruda sorte...“

 

Auf der anderen Seite

D 2007, D/Türk./E/df, 122 Min., Regie: Fatih Akin, mit Hanna Schygulla, Nursel Köse, Baki Davrak

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Als der pensionierte Witwer Ali der Prostituierten Yeter begegnet, glaubt er, dass sie seiner Einsamkeit ein Ende setzen könnte. Er schlägt ihr vor, gegen eine regelmässig monatliche Unterstützung, mit ihm zusammen zu leben.

Away we go

USA 2009, 98 Min., E/df, Regie: Sam Mendes, mit Maggie Gyllenhaal, Toni Colette, Jeff Daniels, John Krasinski, Maya Rudolph

Burt ist ein chaotischer Träumer, der am Telefon mit verstellter Stimme Versicherungen berät, Rona arbeitet als Anatomiezeichnerin. Zusammen wohnen sie in einem abgetakelten, aber gemütlichen Haus, in dem die Werkbank direkt neben dem Bett steht. Als Rona nun ein Baby erwartet, stellt sich die Frage, ob das Leben so weitergehen soll.

 

Azur et Asmar

F 2006, 99 Min., F/d, Regie: Michel Ocelot, Animationsfilm

Azur und Asmar wachsen wie Brüder auf. Aber sie haben nicht dieselbe Herkunft: Azur, blond mit blauen Augen, ist der Sohn des Fürsten und Asmar, mit braunen Haaren und dunklen Augen, ist der Sohn des Kindermädchens.

Baba's Song

CH 2009, 104 Min., OV/df, Regie: Wolfgang Panzer, mit Sila Bakali, Joseph Pamfo, Franka Potente, Sabina Schneebeli, Gilles Tschudi

Ein zehnjähriger stummer Waisenjunge läuft fort, weil ihn der Leiter des Waisenhauses an ein lesbisches Schweizer Paar verkaufen will. Auf den Straßen Malawis lernt er einen elfjährigen Flüchtlingsjungen kennen, der vor den Wirren in seiner Heimat Liberia geflohen ist und sich ins ärmste Land Afrikas durchgeschlagen hat.

 

Barfuss nach Timbuktu

CH 2009, 86 Min., D, Regie: Martina Egi, Dokumentarfilm

Araouane, ein Dorf mitten in der Sahara... Die einst blühende Oase versinkt beinahe im Sand, als der bekannte Schweizer Künstler Ernst Aebi Ende der 80er-Jahre auf seiner Wüstenreise dort Halt macht. Der Ort fasziniert und berührt ihn. Und sein Wiederaufbau wird zu Aebis grossem Projekt. Er möchte Unmögliches möglich machen - und dabei eines nicht sein: Entwicklungshelfer.

Be Kind Rewind

USA 2007, 101 Min., OV/df, Regie: Michel Gondry, mit Jack Black, Mos Def, Melonie Diaz, Danny Glover, Mia Farrow, Sigourney Weaver

Durch einen Unfall löscht der vertrottelte Jerry versehentlich alle Kassetten in der Videothek seines Freundes Mike. Doch die beiden habe eine zündende Idee: für eine Kundin, die unbedingt „Ghostbusters“ sehen möchte, drehen sie den Film kurzerhand einfach selbst nach!

 

Beautiful Bitch

D 2007, 103 Min., D, Regie: Martin Theo Krieger, mit Katharina Derr, Sina Tkotsch, Patrick von Blume

Der Titel ist absolut irreführend. Die 15 jährige Rumänin Bica alias Bitch (Katharina Derr) verdient ihr Geld in Berlin nicht als Prostituierte, sondern ausschliesslich als Taschendiebin. Sie ist eines von tausenden so genannter „Klaukinder“, die von straff organisierten Banden aus Osteuropa nach Deutschland gebracht werden. Hier leben sie in sklavenähnlicher Abhängigkeit von ihrem Patron, werden täglich gezwungen, professionell ihrem riskanten Handwerk als Diebe nachzugehen um so den Lebensunterhalt ihrer Bandenchefs zu finanzieren.

Bellamy

F 2008, 110 Min., F/d, Regie: Claude Chabrol, mt Gérard Depardieu, Clovis Cornillac, Jacques Gamblin, Marie Bunel

Die Vorgeschichte klang verheissungsvoll. Zum ersten Mal drehte Claude Chabrol für seine Kriminalkomödie „Bellamy“ mit Gérard Depardieu und schrieb dem französischen Starschauspieler das Drehbuch (mit Odile Barski) dazu eigens auf den massiven Leib. Auch die Story liest sich nicht schlecht. Kommissar Paul Bellamy (Gérard Depardieu) verbringt die Ferien mit seiner Frau (Marie Bunel) im Landhaus in Südfrankreich, als sein Halbbruder Jacques (Clovis Cornillac), ein windig-charmanter Kleinganove, auftaucht und für Unruhe sorgt. Anschliessend meldet sich auch noch ein mysteriöser Unbekannter (Jacques Gamblin) bei Bellamy, um einen Mord zu gestehen.

 

Ben X

BE 2006, 90 Min., OV/df, Regie: Nic Balthasar, mit Greg Timmermann, Marijke Pinoy, Pol Goossen

Von den Herausforderungen seiner Umwelt überfordert, flüchtet sich Ben in die Welt des Onlinespiels „Archlord“, in dem er als mutiger Held alle Gefahren meistert. Bald vermischen sich Realität und Fiktion zu einem fatalen Mix. Nur der Weg zu sich selbst ist der Ausweg.

Bergauf, Bergab

CH 2008, 101 Min., OV/f, Dokumentarfilm, Regie: Hans Haldimann

Die Kempfs leben auf drei Stufen Heimat. Je nach Jahreszeit bewirtschaftet die Familie einen anderen ihrer drei Höfe im Urner Schächental: mal im Talboden, mal im Bieler auf 1120 Metern oder dann ganz oben, an der Baumgrenze. Zusammen mit ihrem Vieh ziehen sie von Hof zu Hof, um immer dort zu sein, wo der Boden die saftigsten Gräser hergibt.

 

Bersten

CH 2007, 88 Min., Schweizerdeutsch, Regie: Michael Finger, mit Doro Müggler, Kenneth Huber, Sonja Grüntzig, Gabriela Brand

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Durch einen Schicksalsschlag verlieren der junge Bauer Leachim (Kenneth Huber), die Ärztin Biela (Sonja Grüntzig), und die allein erziehende Mutter Elena (Doro Müggler) unabhängig voneinander einen ihnen nahe stehenden Menschen.

Bienvenue Chez Les Ch'tis

F 2008, 106 Min., F/d, Regie: Dany Boon, mit Kad Merad, Dany Boon, Zoé Félix, Anne Marivin, Philippe Duquesne

Philippe Abrams ist Vorgesetzter des Postamts von Salon-de-Provence. Er ist verheiratet mit Julie, deren depressiver Charakter ihm das Leben unerträglich macht. Um ihr eine Freude zu bereiten, versucht er, mit einer Schummelei eine Versetzung an die Côte d’Azur zu erreichen. Aber der Schwindel fliegt auf, und er wird zwangsversetzt nach Bergues, einem kleinen Dorf im Norden Frankreichs.
Für die Abrams, Südfranzosen voller Vorurteile, ist der Norden die Hölle, ein eisiger Landstrich, dessen Bewohner, ein ungehobelter Menschenschlag, eine unverständliche Sprache namens «ch’timi», hervorbringt. Philippe geht alleine dorthin. Zu seiner Verblüffung kommt er an einen reizenden Ort, wird Teil eines warmherzigen Teams, trifft auf lauter gastfreundliche Menschen und findet einen Freund.

 

Bikur Hatizmoret - The Band's Visit

Israel, Frankreich 2007, 90 Min., OV/df, Regie: Eran Kolirin, mit Sasson Gabai, Ronit Elkabetz, Saleh Bakri

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Bester europäischer Schauspieler 2007: Sasson Gabai in The Band's Visit
Vor nicht allzu langer Zeit traf eine ägyptische Polizeiband zur Einweihung eines arabischen Kulturzentrums in Israel ein. Doch am Flughafen wurden die Männer nicht abgeholt.

Bill – das absolute augenmass

CH 2008, 85 Min.,OV, Dokumentarfilm, Regie: Erich Schmid

Der Film über Max Bill (1908-1994) bewegt sich durch und durch im Spannungsfeld zwischen Kunst, Ästhetik und Politik. Max Bill war der wohl bedeutendste Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts und der berühmteste Student, der aus dem legendären Bauhaus in Dessau hervorgegangen war.

 

Bird's Nest - Herzog & de Meuron in China

CH 2007, 88 Min. D/E/Chin./d/f, Regie: Christoph Schaub und Michael Schindhelm, mit Jacques Herzog, Pierre de Meuron, Ai Weiwei, Dr. Uli Sigg

China verändert sich rasend schnell. In den letzten zwölf Monaten wurde in diesem Land mehr gebaut als in ganz Europa im Verlauf der vergangenen Jahre. International renommierte Architekten werden angefragt.

Birdwatchers - La Terra Degli Uomini Rossi

IT/BR 2008, OV/df, 104 Min., Regie: Marco Bechis, mit Claudio Santamaria, Alicélia Batista Cabreira, Chiara Caselli, Abrisio da Silva Pedro

Der Blick aus der „zivilisierten Welt“ auf die Urwaldbewohner im Amazonas ist immer ein gespaltener. Er ist geprägt vom Klischee des edlen Wilden. Gleichzeitig wissen wir um die prekäre Situation in den Reservaten und die Bedrohung der indigenen Bevölkerung. Genau in diesen Zwiespalt führt Marco Bechis mit „Birdwatchers“ hinein.

 

Blind Loves

SK 2008, 78 Min., OV/df, Regie: Juraj Lehotsky, Dokumentarfilm

Wie fühlt sich das Leben an, wenn man nichts sieht? Und wie liebt man, wenn man blind geboren bloss hören, fühlen, schmecken, riechen - aber nicht sehen - kann? Man wird - sehend - dies wohl nie wirklich wissen. Doch man bekommt eine leise Ahnung davon im ersten langen Dokumentarfilm des Slowaken Juraj Lehotsky. Entstanden im Verlauf mehrere Jahre - eine Protagonistin wird über fünf Jahre begleitet, andere ein paar Monate - gibt «Blind Loves» punktuell Einblick in den Alltag vier blind Geborener, deren Liebes- und Lebenspartner und Angehörigen.

Blindness

BRA/CDN/JP 2008, 120 MIn., OV/df, Regie: Fernando Meirelles, mit Julianne Moore, Mark Ruffalo, Gabriel García Bernal, Danny Glover

Der Film nach dem bekannten Roman von Nobelpreisträger José Saramago erzählt die Geschichte einer geheimnisvollen Epidemie, die in der Zukunft eine namenlose Metropole befällt und zahlreiche Menschen erblinden lässt. Um eine Ausbreitung der Epidemie zu vermeiden, werden die Infizierten vom Staat in ein Lager gesteckt und ihrem Schicksal überlassen. Bald schon herrscht in dem Lager Hunger und Chaos - der Kampf um das nackte Überleben beginnt.

 

Boxing Jesus - Il Pugno di Gesù

CH 2006, 90 Min., I/df, Regie: Stefan Jäger, mit Claudio Caiolo, Bibiana Beglau, Stefan Gubser, Michael Finger

Antonio ist ein C-Klasse-Boxer. Als er mitten in einem Kampf ausrastet und behauptet, er sei Jesus, landet er in der psychiatrischen Klinik. In 7 Tagen soll er rauskommen, sofern er dann bei klarem Verstand vor einer Kommission belegen kann, dass er „normal“ ist.

Breath - Soom

Südkorea 2007, 80 Min, OV/df, Regie: Kim Ki-duk, mit Chen Chang, Ji-a Park, Jung-woo Ha

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Cannes 2007: Im Wettbewerb
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Todeskandidat Jang Jin will sich in seiner Gefängniszelle mit einer angespitzten Zahnbürste das Leben nehmen. Der Versuch scheitert - ruft jedoch die Sensationspresse auf den Plan. Der Beitrag eines Fernseh-Teams bewegt die in ihrer Ehe unglückli

 

Burn After Reading

USA 2008, 96 Min., OV/df und D, Regie: Joel & Ethan Coen, mit George Clooney, Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton

„Burn after reading! – Nach dem Lesen vernichten!“ so eigentlich müsste die Anweisung für die Lektüre der Memoiren des suspendierten CIA-Agenten Ozzie Cox (John Malkovich) lauten. Doch daran denken die Fitnesstrainerin Linda Litzke (Frances McDormand) und ihr gutaussehender, aber etwas dümmlicher Kollege Chad Feldheimer (Brad Pitt) natürlich nicht im Traum, als sie zufällig eine CD mit dem offensichtlich brisanten Manuskript in der Umkleidekabine ihres Clubs finden.

Caos Calmo

I 2008, 105 Min., OV/df, Regie: Antonello Grimaldi, mit Nanni Moretti, Valeria Golino, Isabella Ferrari

18 Nominationen für den "David di Donatello"-Preis
****
Ein Sommertag verändert alles. Pietros Frau kommt ums Leben. Und er beschliesst, in Zukunft für seine kleine Tochter da zu sein - immer. Statt zur Arbeit zu gehen, verbringt der erfolgreiche Manager die Tage vor ihrer Primarschule in einem Park. Ob er sich damit lächerlich macht, ist ihm einerlei. Seine Freunde sind überrascht. Und zunehmend fasziniert. Pietros Arbeitskollegen tauchen im Park auf und schütten ihm ihr Herz aus. Seine Chefs kommen vorbei, seine merkwürdige Schwägerin. Seine unerschütterliche Ruhe irritiert sie alle...

 

Capitalism: A Love Story

USA 2009, 120 Min., E/df, Regie: Michael Moore, Dokumentarfilm

Michael Moore beherrscht die Kunst des Showbiz in- und auswendig, und er ist ein begnadeter Unterhalter. Etwas grosspurig beginnt „Capitalism, A Love Story“ mit einem im Stil der 1950er Jahre gekleideten TV-Moderator, der mit ernster Miene warnt: Menschen mit Herzproblemen sollten sich diesen Film nicht anschauen. Es folgt der Filmtitel, dann ein Ausschnitt aus einem Hollywood-Epos über das Leben im alten Rom mit Sklaverei und Gladiatorenkämpfen. Nahtlos gehen diese Szenen über in Bushs Irakkrieg und - mit Handycam gefilmte - Sequenzen von Zwangsräumungen von Einfamilienhäusern im Herbst 2008 in den USA. Dazu säuselt eine Stimme im Off: „Das ist Kapitalismus: Ein System des Gebens und Nehmens – vor allem aber des Nehmens.“

Caramel

Libanon 2007, OV/df, 95 Min., Regie: Nadine Labaki, mit Nadine Labaki, Yasmine Al Masri, Joanna Moukarzel, Gisèle Aouad, Adel Karam,

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Beirut, Libanon. Fünf Frauen begegnen sich regelmässig im Schönheitssalon, einem ebenso farbenfrohen wie sinnlichen Mikrokosmos, wo mehrere Generationen aufeinander treffen, zusammen schwatzen und sich einander anvertrauen. .

 

Cargo

CH 2008, 122 Min., D, Regie: Ivan Engler + Ralph Etter, mit Martin Rapold, Regula Grauwiller, Yangzom Brauen, Anna Katharina Schwabroh, Michael Finger, Gilles Tschudi

Ob „Cargo“, wie das Presseheft verkündet, wirklich „Schweizer Filmgeschichte“ schreiben wird und ob Ivan Englers Erstling tatsächlich der „erste Science-Fiction Thriller made in Switzerland“ ist, sei dahingestellt. Doch eins ist „Cargo“ ganz sicher: Der erste schweizer Science-Fiction-Film, der daherkommt wie eine grosse Hollywood-Produktion, und dafür gebührt Engler und Co-Regisseur Ralph Etter alle Ehre. Erzählt wird eine Geschichte in der Tradition von hübsch lentamenten Klassikern wie Andrei Tarkowskis „Solaris“ (1972) oder eben auch Stanley Kubricks „2001: A Space Odyssey“ (1968).

Cassandra's Dream

USA/GB 2007, 108 Min., OV/df, Regie: Woody Allen, mit Colin Farrell, Ewan McGregor, Tom Wilkinson, Hayley Atwell, Sally Hawkins

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Zwei Brüder aus der Londoner Working Class: Terry (Colin Farrell) liebt das Pokerspiel, Hundewetten und Whiskey, Ian (Ewan McGregor) verfällt dem Charme der wunderschönen Schauspielerin Angela (Hayley Atwell), die einen hohen Lebensstandard fordert. Zunehmende Geldsorgen verleiten die Brüder dazu, sich auf einen gefährlichen Deal einzulassen.

 

Changeling

USA 2008, 140 Min., OV/df, Regie: Clint Eastwood, mit John Malkovich, Angelina Jolie, Jeffrey Donovan, Jason Butler Harner

Los Angeles, März 1928. Am Abend eines Samstags, an dem sie unverhofft arbeiten muss, meldet die allein stehende Christine ihren neunjährigen Sohn Walter als vermisst. Fünf bange Monate vergehen, dann meldet die Polizei, sie habe den Vermissten in Illinois gefunden. Sie übergibt den Aufgegriffenen vor versammelter Presse Christine, die dabei entsetzt feststellt, dass der vor ihr stehende Knabe unmöglich Walter sein kann. Doch das will (und kann) die wegen lausiger Leistungen und Korruptionsverdacht ohnehin schon in der Kritik stehende Polizei nicht wahrhaben...

Che: Guerilla

USA 2008, OV/df, 131 Min., Regie: Steven Soderbergh, mit Benicio Del Toro, Benjamin Bratt, Franka Potente, Paul Vasquez, Julia Ormond, Alex Manette, Rob Macie, Meg Gibson

Den Kampf einer Guerilla zeigte bereits Steven Soderberghs erster Teil seines filmischen Che-Doppelpacks. Handelte es sich bei „The Argentine um die Verfilmung von Ernesto „Che“ Guevaras „Kubanischem Tagebuch“, das im Wesentlichen den – erfolgreichen - Kampf der Rebellen um Fidel Castro und Guevara in den Bergen der kubanischen Sierra Maestra in den Jahren von 1956 bis 1958 schildert, so vermittelt nun „Guerilla“ den Niedergang und das Ende von Che in Bolivien im Jahr 1967.

 

Chéri

UK 2009, 90 Min., E/df, Regie: Stephen Frears, mit Michelle Pfeiffer, Rupert Friend, Kathy Bates, Felicity Jones

Paris, Belle Epoque. Die Wirtschaft prosperiert. Die Stadt erblüht. Man tummelt sich in Parks und Museen, besucht Ateliers, vergnügt sich in Cafés und Salons. Mitten im bunten Treiben bilden die Kurtisanen so etwas wie einen eigenen Stand. Eine der angesehensten unter ihnen ist eine gewisse Léa de Lonval, von der es in „Chéri“ so wunderbar süffisant heisst, sie sei „für eine Frau ihrer Profession schon etwas in die Jahre gekommen“.

Chrigu

CH/D 2007, Dialekt, 87 Min., Regie: Jan Gassmann, Christian Ziörjen, Musik: Mundartisten, Why Not Recordings

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Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der grosse Pläne für sein Leben hatte. Nachdem im Alter von 21 Jahren in seinem Nacken ein Tumor im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, kämpft er um sein Leben. Jan Gassmann begleitete ihn mit der Kamera. Dabei entsteht nicht ein Film über den Tod, sondern vielmehr über das Leben. Christian begann selbst früh mit dem Filmemachen. Bereits mit 16 hat er eigene Filme gedreht. Partys, eine Reise nach Indien, Konzerte; immer war seine Kamera dabei. Neben seiner Familie lernen wir auch die Mitglieder der Hip-Hop Band «Mundartisten» kennen. Jan gelingt ein bewegendes und überraschendes Portrait seines besten Freundes.

 

Citadelle Humanitaire

CH 2008, 96 Min., F/d, Regie: Frédéric Gonseth in Zusammenarbeit mit Catherine Azad, Dokumentarfilm

Von 1962 – 1970 tobte in Jemen ein Bürgerkrieg zwischen königstreuen Stämmen im Norden und republikanisch gesinnten Kräften im Süden. Es war ein Krieg, der mit beispielloser Grausamkeit geführt wurde, Gefangene wurden nicht gemacht, und schon bald mutierte der Konflikt zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Saudi Arabien, das den Norden unterstützte, und Ägypten, das dem Süden militärisch zu Hilfe eilte.

Comme Les Autres

FR 2008, 93 Min., F/d, Regie: Vincent Garenq, mit: Lambert Wilson, Pascal Elbé, Pilar Lopez de Ayala

Kinder ja oder nein? Nur allzu oft scheitert eine heterosexuelle Beziehung an dieser Frage. Das muss bei einem schwulen Paar nicht anders sein: Der attraktive Kinderarzt Manu wünscht sich nichts sehnlicher als ein Baby, sein lebenslustiger Partner Philippe dagegen hat kaum Lust, sein sorgloses Partyleben für ein Kind zurückzustecken.

 

Comrades In Dreams

D 2006, 94 Min., OV/df, Regie: Uli Gaulke, mit Anup Jagdale, Han Yong-Sil, Lassane Badiel, Penny Tefertiller

Cowboys in der Kirche, Tränen für den großen Führer, eifersüchtige Ehefrauen und TITANIC in Nordkorea. Eine faszinierende Reise zu vier außergewöhnlichen Orten, wo Kino noch ein Ereignis ist.

Sie leben tausende Kilometer von einander entfernt und verfolgen doch den gleichen Traum. In "COMRADES IN DREAMS" treffen wir auf Menschen, die das Kino zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben.

Control

UK 2007, 122 Min., OV/df, Regie: Anton Corbijn, mit Samantha Morton, Sam Riley, Alexandra Maria Lara, Joe Anderson

Ian Curtis (SAM RILEY) ist 19 Jahre alt, als er Debbie (SAMANTHA MORTON) kennen lernt. Wenig später sind sie verheiratet und bekommen eine Tochter. Curtis stösst als Sänger zu der Band Joy Division, die er mit seiner ominösen Stimme und seinem düsteren Charisma schnell zum Geheimtipp auch ausserhalb seiner Heimatstadt Manchester macht.

 

Das Geheimnis Von Murk

CH 2008, 89 Min., CH-Dialekt, Regie: Sabine Boss, mit: Sabina Schneebeli, Michael Neuenschwander, Daniel Rohr

Publikumspreis Solothurn 2008
****
Eines schönen Morgens ist er plötzlich da: ein mystischer Kornkreis auf dem Feld von Sarah (Sabina Schneebeli) und Felix (Michael Neuenschwander). Und er bringt das Leben im verschlafenen Dörfchen Murk gehörig durcheinander.

Das Herz von Jenin

D 2008, 89 Min., OV/df, Regie und Drehbuch: Leon Geller und Marcus Vetter, Dokumentarfilm

Bei einem Militäreinsatz in der besetzten Westbank töten israelische Militärs im Jahr 2005 einen zwölfjährigen palästinensischen Jungen, weil sie seine Spielzeugwaffe für eine echte Kalaschnikow halten. Der Vater gibt die Organe zur Transplantation frei, sodass drei Kinder, darunter die Tochter eines orthodoxen Juden, der seine Ablehnung der Palästinenser nicht verheimlicht, gerettet werden können.

 

De l'autre côté du lit

FR 2009, 93 Min., F/d, Regie: Pascale Pouzadoux, mit Sophie Marceau, Dany Boon

Es gibt offenbar viele (Ehe-)Paare, deren gemeinsamer Alltag dermassen ritualisiert ist, dass der fixe Platz im Doppelbett ein unverückbares Faktum darstellt – zumindest in Frankreich. Vielleicht ist dieses Ritual bei Paaren im deutschen Sprachraum nicht ganz so verbreitet, denn anders lässt sich der deutsche Verleihtitel („Gib mir deinen Platz, ich gebe dir meinen“) kaum erklären.

Delirious

USA 2006, 107 Min., OV/df, Regie: Tom DiCillo, mit Steve Buscemi, Michael Pitt, Alison Lohman

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Der New Yorker Paparazzo Les Gallantine (Steve Buscemi) ist ständig auf der Pirsch nach dem ultimativen Star-Schnappschuss, der ihn reich und berühmt macht. Anlässlich einer herben Niederlage beim Versuch, Popsternchen K’harma Leeds (Alison Lohman) abzulichten, lernt er den Möchtegern-Schauspieler Toby (Michael Pitt), gerade auf Selbsterfahrungs-Trip als Obdachloser, kennen und engagiert ihn als seinen Assistenten. Zu Les’ Verdruss gelingt es dem charmanten Grünhorn Toby, die schöne K’harma zu verführen, was wiederum die Beziehung zwischen den beiden Männer arg belastet...

 

Delta

Ungarn 2008, 92 Min., OV/df, Regie: Kornél Mundruczó, mit Orsi Tóth, Félix Lajkó, Sándor Gáspár, Lili Monori

Der junge Mihail kommt nach Jahren der Abwesenheit in sein Dorf am Ufer eines Flussdeltas zurück, will hier wieder heimisch werden und sich ein Haus bauen. Die Mutter des Mannes, eine verbitterte und vom Leben enttäuschte Frau hat wieder geheiratet, sie lebt mit ihrer Tochter und mit ihrem neuen Mann, einem gewalttätigen Finsterling, zusammen. Das Paar führt eine schmuddelige Dorfkaschemme, wo die - ausschliesslich männlichen – Gäste meistens stumm vor ihrem Glas sitzen, um periodisch den Frust über ihre triste Existenz mit Hochprozentigem hinunterzuspülen.

Der Baader Meinhof Komplex

D 2008, 150 Min., D, Regie: Uli Edel, mit Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Martina Gedeck, Bruno Ganz, Nadja Uhl, Alexandra Maria Lara, Heino Ferch

Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird.

 

Kino immer anders. Jeden Dienstag für 5 Franken

Jetzt: EYES WIDE OPEN | ab 18. März EL SISTEMA | ab 25. März ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE