Klaus Fromherz
Mein Hauptinteresse am Film gilt dem Erforschen des Mediums selbst. In kleinen Projekten
beschäftige ich mich jeweils mit einem seiner Grundelemente. 35mm-Musik ist die fundamentale
Annäherung an den Ton über die optische Tonspur des 35mm-Filmstreifens. Ich erforschte
seine Eigenschaft, mit Hilfe von Bildmaterial Klänge zu erzeugen. Darauf folgte eine Serie von
Zehnsekunden-Videos. Bei ihnen interessierte mich das Einzelbild als autonomes Grundelement des
Films und der Bereich zwischen Animation und Film. Der KinoK-Trailer, den ich in Zusammenarbeit
mit Martin Geel im Auftrag des KinoK in St.Gallen machen konnte, dekliniert die Konfrontation von
Filmelementen (Bild, Schrift, Ton, Sprache) in allen möglichen Montagearten durch.
"WalkAway" ist mein erster Dok-Film. Der Film ist im Winter 2007/2008 im Auftrag des uma-instituts
entstanden.
Kontakt
klaus(at)fromherz.ch
Übersicht Arbeiten (Auswahl)
Video, Film, Animation:
| 2009 | PP#4 | 11' | Experimentalfilm |
| 2007- 2008 | walkAway | 23' | Dok-Film |
| 2007 | Trailer für Kinok St.Gallen | 2'20" | Animation/Video |
| 2006 | I want to live with people who want to live | 10" | Animation/Video |
| 2006 | Der schnellste Mensch der Welt | 10" | Animation/Video |
| 2006 | Picknick in der Provence | 10" | Animation |
| 2006 | Komposition einer Videonotation für Musik-Improvisation | 3' | Video |
| 2006 | Typo-Animation für Fink von Didi Fromherz | ||
| 2005 | 35mm-Musik | 3'24" | Direkt-Animation auf 35mm-Film |
| 2005 | Technikertheater | 25' | Video/Animation |
| 2005 | Videoediting, Co-Regie und Schauspiel für ein Theaterstück von Janika Norrgård | ||
| 2005 | M-Film Nr.1: Der schnellste Mensch der Welt | 33' | Experimental |
| 2005 |
Typo-Animation für "Krone der Schöpfung" von Didi Fromherz (Kiefer-Hablitzel-Preis 2006) | ||
| 2002 |
Surabaya-Johnny Auftrag der Kurt Weill-Gesellschaft Dessau. Aufführungen im Rahmen der Kurt Weill-Tage 2002 | 3'40" | Karaoke-Video und Arrangement des Songs |
Kurzvita
| seit 2009 | Assistenz für Zeichnen und Video an der Hochschule für Architektur Luzern |
| seit 2008 | feste Zusammenarbeit mit Martin Geel im Atelier Peng Peng in Luzern |
| seit 2007 | Freischaffend als Kameramann (La Biosthétique Paris, roq.ch) |
| 2007 | Teilnahme an Filmseminaren an der Zürcher Hochschule der Künste Zhdk Filmklasse Bachelor bei Bernhard Lehner, Christian Iseli und Franz Reichle und autodidaktische Weiterbildung |
| 2005 - 2007 | Grafik Designer bei integral ruedi baur zürich |
| seit 2005 | Zusammenarbeit mit Martin Geel im Bereich Grafik/Illustration |
| seit 2005 | Zusammenarbeit mit Sandra Kühne im Bereich Video/Animation und Installation |
| 2004 - 2005 |
Freie und angewandte künstlerische Arbeiten in Grafik Design, Illustration, Video, Film, Animation, Installation, Lyrik, Theaterregie und -schauspiel |
| 2004 |
Diplom in Grafik-Design an der Hochschule für Grafik und Buchkunst HGB Leipzig |
| 2000 - 2004 |
Studium in der Klasse Systemdesign bei Prof. Ruedi Baur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst HGB Leipzig |
| 1998 - 2000 |
Studium im Gestalterischen Grundkurs für Grafik Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst HGK Luzern |
Vorstellung im 451° - Newsletter vom August '08
Das Hauptinteresse am Film liegt für Klaus Fromherz am Erforschen des Mediums selbst. Das Experimentieren mit den Möglichkeiten, die z.B. ein Filmstreifen mit seinen 24 Stills pro Sekunde und seiner Tonspur bietet. So kopierte er für seinen Film „35mm-Musik“ mehrheitlich abstrakte Bilder auf eine Folie und montierte sie direkt über die Bild- und Tonspur, um auf diese Weise sowohl Bilder als auch Klänge zu erzeugen. Kommenden November wird der Film in den Anthology Film Archives in New York aufgeführt. Im „Kinok-Trailer“ wiederum verwendet er verschiedene Animationstechniken wie Zeichentrick, Computeranimation oder Zeitraffer und montiert sie in Kontrast zu den anderen Filmelementen Schrift, Ton und Sprache. In solchen Arbeiten wird der Film als Material spürbar, in den besten Momenten gelingt es Klaus Fromherz, die rohe Energie, die dem Medium innewohnt, freizulegen. Aber nicht nur das Experimentieren mit Filmen interessiert ihn, er sucht sich auch andere Herausforderungen. Im Auftrag des uma-institut Luzern drehte er seinen ersten Dokumentarfilm „walkAway“, der über ein Jugendritual berichtet. Im Gegensatz zu seinen Experimentalfilmen stand bei dieser Produktion das feinfühlige Drehen und Editieren im Schneideraum im Vordergrund.
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