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Filmbidungskurs zum Thema: Der Blick auf die Realität: Natur und Wirkungsweisen dokumentarischen Schaffens an den Solothurner Filmtagen, 21.– 23. Januar 2012

Filmbidungskurs zum Thema: Der Blick auf die Realität:  Natur und Wirkungsweisen dokumentarischen Schaffens   an den Solothurner Filmtagen, 21.– 23. Januar 2012

von: Heinhz Urben; aufgeschaltet am 06.12.2011 15:52

Seit Beginn des Neuen Schweizer Films in den 60er Jahren haben unsere Filmschaffenden mit ihren dokumentarischen Werken international grosse Beachtung gefunden. Zahlreiche Werke wurden auf vielen wichtigen Filmfestivals auf der ganzen Welt mit Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Bis heute ist unser Dokumentarfilmschaffen ein vielbeachtetes Schweizer Qualitätsprodukt. Wir möchten darum als Fortsetzung zu den Kursen der Vorjahre dieser interessanten Gattung an den Filmtagen 2012 unsere vertiefte Aufmerksamkeit schenken.

Der Charme des Mediums Film liegt in seiner täuschenden Nähe zur ausserfilmischen Realität. Nicht zufällig entsteht bei vielen Menschen – und besonders bei Jugendlichen – oft die Annahme, es genüge, etwas passieren zu lassen und mit der Kamera einzufangen und schon habe man einen «Film». Erst recht hartnäckig hält sich dieser Verdacht bei der Gattung Dokumentarfilm: Sofern nicht nachweislich inszeniert wurde, liefere der Dokumentarist mit Kamera und Mikrophon ein Art «Kopie der Realität», so eine gängige Meinung vieler Zuschauer.

Ein Ziel des diesjährigen Kurses ist es, diesen Meinungen entgegenzutreten und die vielen und komplexen Gestaltungsweisen des Dokumentarfilms offenzulegen.

Der Dokumentarfilm vermittelt, gestaltet, konstruiert (s)eine eigene «Wahrheit», die wir die «dokumentarische Wahrheit» nennen können und die in manchen Fällen sogar einer groben Manipulation tatsächlicher Ereignisse gleichkommt. Auf den Entstehungsprozess einer jeden dokumentarischen Produktion wirken ideologische Faktoren (soziales Engagement, Propaganda, zielgerichtete Investigation), filmtechnische und finanzielle Faktoren sowie die allgemeinen Gestaltungsmittel und Verzerrungen der audiovisuellen Sprache ein.

Der Kurs soll anhand von vielen Beispielen sowohl diesen Elementen Rechnung tragen als auch einen kleinen Überblick zu den Typologien und Genres sowie über die Geschichte des Dokumentarfilms liefern. Dabei soll auch besonders das Schweizer Dokumentarfilmschaffen im Zentrum stehen.

Ziel ist es, die sinnlich-analytische Wahrnehmung und die theoretische Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bezug auf den Dokumentarfilm zu stärken, so dass sie ihn im Unterricht gewinnbringender einsetzten können. Der Dokumentarfilm sollte in der Schule nicht mehr als blosser Vermittler von Inhalten dastehen, sondern per se als gestaltende und wirkungsmächtige Filmgattung identifiziert und thematisiert werden.

Kursdaten:
Samstag 21. bis Montag 23. Januar 2012 während den Solothurner Filmtagen

Kurszeiten:
jeweils 09:00 bis 12:00 Uhr und 13:15 bis 18:00 Uhr.

Kursort:
Altes Spital Solothurn, Kultur & Kongresse, Oberer Winkel 2, 4500 Solothurn
Telefon 032 626 24 44, Email: info@altesspital.ch, www.altesspital.ch

Kursleitung:
Dr. Till Brockmann, Filmwissenschaftler, Wasserwerkstrasse 20, 8006 Zürich,
044 634 35 37, tillb@fiwi.uzh.ch

Organisator und Anmeldung
KINOKULTUR WEITERBILDUNG, Heinz Urben und Ruth Köppl,
Untere Steingrubensstrasse 19, 4500 Solothurn,
032 623 57 07, kinokultur@achaos.ch, www.achaos.ch

Anmeldefrist: 15. Dezember 2011

Das Kursprogramm und die Anmeldeformulare können auf der Website www.achaos.ch unter «Kinokultur in der Schule Witerbildung» heruntergeladen werden.

Kursgebühren und darin enthaltene Leistungen
Kurskosten: CHF 690.– pro TeilnehmerIn

Die Kursgebühren umfassen:
• Dozent- und Infrastrukturkosten,
• Verpflegung (Kaffeepausen, Mineralwasser, Mittagessen)
• eine Wochenkarte für die Solothurner Filmtage mit der alle Veranstaltungen der Filmtage während der ganzen Festivalwoche kostenlos besucht werden können.

kinokulturSPAMFILTER@achaos.ch
Kursprogramm und Anmeldeformular

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