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Capharnaum

LB 2018, OV/df, 125 Min., Regie: Nadine Labaki, mit Zain Al Rafeea, Yordanos Shiferaw, Kawthar Al Haddad

Capharnaum

Festival de Cannes 2018: Preis der Jury | Preis der Ökumenischen Jury

Filmkritik von Tereza Fischer

Ein blasser, verletzlich wirkender Junge wird zu Beginn des Films von einem Arzt untersucht und auf zwölf Jahre geschätzt. Zain selbst weiss nicht, wie alt er ist. Eine Geburtsurkunde existiert nicht. Er wirkt viel jünger, jedenfalls viel zu jung fürs Gefängnis. Und doch hat er einen «Hurensohn» – wie er immer noch wütend zu Protokoll gibt – niedergestochen und muss dafür eine fünfjährige Strafe absitzen.

Nadine Labaki hat in ihren früheren Filmen Caramel (2007) und Et maintenant on va où? (2011) zwar problematische Themen wie das Zusammen­leben von Christ_innen und Muslim_innen in ihrer Heimat, dem Libanon, ins Zentrum gestellt, jedoch jeweils einen humorvollen Ton gewählt. Für ihren neuen Film, der in Cannes den Jurypreis gewonnen hat, wählt sie den bedrückenden Ton des Dramas und lässt nur in wenigen Momenten Wärme und Humor aufscheinen. In Capharnaum beginnt die Geschichte mit einer zwar wenig plausiblen, aber überraschenden und radikalen Idee: Zain verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, eine Welt, die für ihn und seine Geschwister die Hölle auf Erden ist. Was wie ein Witz tönt, führt in authentisch wirkenden Rückblenden in Zains Welt in den Slums von Libanon und zu den Ereignissen, die zu seiner Inhaftierung geführt haben.
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