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Dawn

CH / UK, 2014, 95 Min., OV/d, Regie: Romed Wyder, mit Joel Basman, Moris Cohen, Sarah Adler, Liron Levo

Dawn (Morgengrauen) ist ein psychologisches Kammerspiel in welchem vier Kampfgenossen den jungen Elisha dazu drängen seine Gewissenskonflikte zu überwältigen und sich voll für den bewaffneten Kampf einzusetzen.

De l'autre côté du lit

FR 2009, 93 Min., F/d, Regie: Pascale Pouzadoux, mit Sophie Marceau, Dany Boon

Rezension von Geri Krebs

Es gibt offenbar viele (Ehe-)Paare, deren gemeinsamer Alltag dermassen ritualisiert ist, dass der fixe Platz im Doppelbett ein unverückbares Faktum darstellt – zumindest in Frankreich. Vielleicht ist dieses Ritual bei Paaren im deutschen Sprachraum nicht ganz so verbreitet, denn anders lässt sich der deutsche Verleihtitel („Gib mir deinen Platz, ich gebe dir meinen“) kaum erklären.

 

De rouille et d'os

FR 2012, 120 Min., F/d, Regie: Jacques Audiard, mit Marion Cotillard, Bouli Lanners, Matthias Schoenaerts, Céline Salette, Corinne Masiero

Eigentlich heisst Ali Alain. Alain van Versch. Er ist 25-jährig und wohnt im Norden. Er hat kein Geld und hat noch nie welches gehabt. Für einen jungen, alleinstehenden Mann ist Geld kein Problem. Es wird erst wichtig, wenn einem die Frau das Kind, das man gezeugt hat, in die Arme drückt. Jetzt hat Ali tatsächlich ein Problem: Es heisst Sam und ist fünf Jahre alt. Der rat- und mittellose Ali ruft seine Schwester an, die im südlichen Antibes wohnt. Hier finden Vater und Sohn ein Winterquartier im Untergeschoss eines Pavillons.

Deep Blue Sea

UK 2011, 98 Min., E/df, Regie: Terence Davies, mit Rachel Weisz, Tom Hiddleston, Simon Russell Beale

Pressetext

Hester Collyer ist jung, schön und voller Leidenschaft. An der Seite ihres wohlhabenden Ehemannes, Richter William Collyer, lebt sie im London der 50er Jahre ein privilegiertes, aber unerfülltes Leben. So wendet sie sich Williams jüngerem Freund Freddie zu. Was als heisse Affäre beginnt, endet in einer unsterblichen – aber leider einseitigen – Verliebtheit.

 

Delirious

USA 2006, 107 Min., OV/df, Regie: Tom DiCillo, mit Steve Buscemi, Michael Pitt, Alison Lohman

Pressetext

Der New Yorker Paparazzo Les Gallantine (Steve Buscemi) ist ständig auf der Pirsch nach dem ultimativen Star-Schnappschuss, der ihn reich und berühmt macht. Anlässlich einer herben Niederlage beim Versuch, Popsternchen K’harma Leeds (Alison Lohman) abzulichten, lernt er den Möchtegern-Schauspieler Toby (Michael Pitt), gerade auf Selbsterfahrungs-Trip als Obdachloser, kennen und engagiert ihn als seinen Assistenten. Zu Les’ Verdruss gelingt es dem charmanten Grünhorn Toby, die schöne K’harma zu verführen, was wiederum die Beziehung zwischen den beiden Männer arg belastet...

Delta

Ungarn 2008, 92 Min., OV/df, Regie: Kornél Mundruczó, mit Orsi Tóth, Félix Lajkó, Sándor Gáspár, Lili Monori

Rezension von Geri Krebs

Der junge Mihail kommt nach Jahren der Abwesenheit in sein Dorf am Ufer eines Flussdeltas zurück, will hier wieder heimisch werden und sich ein Haus bauen. Die Mutter des Mannes, eine verbitterte und vom Leben enttäuschte Frau hat wieder geheiratet, sie lebt mit ihrer Tochter und mit ihrem neuen Mann, einem gewalttätigen Finsterling, zusammen. Das Paar führt eine schmuddelige Dorfkaschemme, wo die - ausschliesslich männlichen – Gäste meistens stumm vor ihrem Glas sitzen, um periodisch den Frust über ihre triste Existenz mit Hochprozentigem hinunterzuspülen.

 

Departures

JP 2008, 130 Min., OV/df, Regie: Yojiro Takita, mit Masahiro Motoki, Tsutomu Yamazaki, Ryoko Hirosue

Rezension von Cindy Hertach

Nachdem der junge Cellist Daigo seine Anstellung in einem Tokioter Orchester verloren hat, beschliesst er, seinem Leben eine völlig neue Wendung zu geben.

Der Baader Meinhof Komplex

D 2008, 150 Min., D, Regie: Uli Edel, mit Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Martina Gedeck, Bruno Ganz, Nadja Uhl, Alexandra Maria Lara, Heino Ferch

Pressetext

Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird.

 

Der Freund

CH 2007, 87 Min., Schweizerdeutsch, Regie: Micha Lewinsky, mit Philippe Graber, Johanna Bantzer, Emilie Welti, Andrea Bürgin, Michel Voïta

Pressetext

Im wirklichen Leben wären Emil (Philippe Graber) und Larissa (Emilie Welti) nie ein Paar – sie, die von allen umschwärmte Sängerin; er, ein schüchterner Aussenseiter. Ironischerweise erhält Emil erst eine Chance, als Larissa ums Leben kommt: Er gibt sich als ihr Freund aus. Endlich bekommt er die Anerkennung, die er immer suchte. Und erst noch eine Art Ersatz-Familie. Eigentlich wäre nun alles gut. Wenn Emil sich nicht verlieben würde – und zwar ausgerechnet in Larissas Schwester (Johanna Bantzer), die natürlich auf keinen Fall die Wahrheit erfahren darf ...

Der Frosch

CH 2016, CH-Dialekt, 81 Min., Regie: Jann Preuss, mit Urs Jucker, Liliane Amuat

Solothurner Filmtage 2017: Nomination Prix Du Public
Schweizer Filmpreis 2017: Nomination Bester Darsteller Urs Jucker

 

Der Fürsorger

CH 2009, 96 Min., Schweizerdeutsch, Regie: Lutz Konermann, mit Roeland Wiesnekker, Katharina Wackernagel, Johanna Bantzer, Claude De Demo

Rezension von Irene Genhart

Selten trägt ein Schweizer Film das „true crime“-Siegel. Noch seltener wird dabei ein noch „aktueller“ Fall aufgegriffen wie in „Der Fürsorger“: Gerade mal 62 Jahre alt ist Hans-Peter Streit heute, dessen Geschichte Lutz Konermanns Film erzählt. In die Strafregister eingegangen ist Streit als Hochstapler und Betrüger: Über elf Millionen Franken ergaunert, Urkunden und Aktien gefälscht hat er in den 1970 und 1980ern, elf Jahre sass er deswegen hinter Gittern. Vor Jahren hat er dem Journalisten Philipp Probst seinen Werdegang diktiert, nachzulesen ist er in dem bei Zytglogge erschienen Buch „Ich, der Millionenbetrüger Dr. Alder“ (die Neuedition von 2009 titelt, wie der Film, „Der Fürsorger“).

Der Goalie bin ig

CH 2013, 92 Min., Schweizerdeutsch, Regie: Sabine Boss, mit Marcus Signer, Sonja Riesen, Pascal Ulli

Nach dem Roman von Pedro Lenz
Der «Goalie», ein Süchtiger aus einem Dorf im Mittelland, erzählt in Umgangssprache von seiner Lebenswelt in den 80er-Jahren. Seine Sicht auf die Umgebung ist getrübt vom Wunsch, sein bisheriges Leben schönzureden.

 

Der Italiener

CH 2011, 84 Min., D, Regie: Paolo Poloni, Dokumentarfilm

Pressetext

Paolo Poloni porträtiert die Angestellten eines italienischen Restaurants, in dem keine Italiener mehr arbeiten, sondern Tamilen, Afghanen, Bosnier, Philipinas, Pakistanis und fragt sich: Wo sind die Italiener geblieben?

Der Klang der Stimme

CH 2017, Dial., 82 Min., Regie: Bernard Weber, mit Regula Mühlemann, Miriam Helle, Andreas Schaerer

53. Filmtage Solothurn: Publikumspreis

Der Film erzählt die Geschichte von vier Menschen, die mit Leidenschaft versuchen, die Grenzen und Qualitäten der menschlichen Stimme neu auszuloten.

 

Der Knochenmann

A 2008, 121 Min., D, Regie: Wolfgang Murnberger, mit Josef Hader, Josef Bierbichler, Birgit Minichmayr, Simon Schwarz, Stipe Erceg

Rezension von Walter Gasperi

In der dritten Verfilmung eines Krimis des österreichischen Autors Wolf Haas verschlägt es Josef Hader als ausgebrannten Ex-Polizisten und Ex-Privatdetektiv Simon Brenner in die steiermärkische Provinz. Eigentlich sollte er von einem Maler, der bei der Zahlung von Leasing-Raten säumig ist, Geld eintreiben, doch dieser scheint spurlos verschwunden.

Der Mongole

Deutschland/Kasachstan 2006, 120 Min., OV/df, Regie: Sergei Bodrov, mit Tadanobu Asano, Sun Hong Lei, Khulan Chuluun

Pressetext

Die Geschichte des legendärsten Stammesführers aller Zeiten: Dschingis Khan.

 

Der Pfad des Kriegers

D/I/CH 2008, 91 Min., D, Regie: Andreas Pilcher, Dokumentarfilm

Rezension von Walter Gasperi

In seinem Dokumentarfilm zeichnet Andreas Pichler das kurze Leben des Südtirolers Michael Nothdurfter nach, der sich vom Theologiestudenten durch persönliche Erfahrungen in Bolivien zum radikalen Befreiungskämpfer wandelte und seinen Einsatz – oder sein terroristisches Engagement? – mit dem Leben bezahlte.

Der Vorname

DE 2018, D, 91 Min., Regie: Sönke Wortmann, mit Christoph Maria Herbst, Caroline Peters, Justus von Dohnànyi, Janina Uhse, Florian David Fitz

Zwei Paare und ein männlicher Single treffen sich zum gemütlichen Dinner. Beim Warten auf die schwangere Gattin verrät der Mittvierziger Thomas den Vornamen des Babys, ein absoluter Tabu-Name, der zum Eklat und zum Aufdecken persönlicher Lebenslügen führt.

 

Der wilde Weisse

CH 2007, 80 Min, OV/d, Regie: Renatus Zürcher, Dokumentarfilm

Pressetext

Getrieben von der Sehnsucht nach einem freien Leben wagt der Forschungsreisende Paul Wirz (*1892) aus Gelterkinden sieben Expeditionen in die Südsee. Hier, „wo Meer und Urwald rauschen, Wilde und Kannibalen hausen“, findet der eigensinnige Weltvagant sein Paradies. Zeitlebens ein Unbeheimateter stirbt Paul Wirz 1955 in Neuguinea.

Des vents contraires

FR 2011, 97 Min., F/d, Regie: Jalil Lespert, mit Benoît Magimel, Audrey Tautou, Isabelle Carré

Pressetext

In diesem brillant inszenierten und gespielten Highlight des französischen Kinos sind Sarah und Paul das, was man ein schönes Paar nennt. Bis die Ärztin nach einem Streit spurlos verschwindet und der Schriftsteller mit zwei kleinen Kindern alleine dasteht. Er wird sogar verdächtigt, seiner Frau etwas angetan zu haben.

 

Desert - Who Is The Man?

CH 2007, 80 Min., OV/df, Regie: Felix Tissi, Musik: Mich Gerber, Archäologischer Science Fiction-Film

Pressetext

Was hat der moderne Mensch in der Wüste verloren? - Vor allem sich selbst.

Desert Flower

UK 2009, 120 Min, E/df, Regie: Sherry Hormann, mit Liya Kebede, Sally Hawkins, Timothy Spall

Rezension von Walter Gasperi

1998 landete das aus Somalia stammende Topmodel Waris Dirie mit ihrem autobiographischen Roman „Wüstenblume“ – der Titel ist die Übersetzung von „Waris“ - nicht nur einen Bestseller, sondern machte auch weltweit auf die weibliche Genitalverstümmelung in afrikanischen Ländern aufmerksam.

 

Deux Jours A Tuer

FR 2007, 85 Min., F/d, Regie: Jean Becker, mit Albert Dupontel, Marie-Josée Croze, Pierre Vaneck, Jean Dell

Rezension von Irene Genhart

Antoine ist, wie man so schön sagt, ein Mann in seinen besten Jahren. Er ist charmant und sieht gut aus. Ein erfolgreicher Werbefachmann, fürsorglicher Vater, liebevoller Gatte, der mit seiner Familie in einem hübschen Einfamilienhaus in einem Vorort von Paris wohnt.

Dialogue avec mon jardinier

F 2006, 109 Min., F/d, Regie: Jean Becker, mit Daniel Auteuil, Jean-Pierre Darroussin, Fanny Cottençon

Pressetext

Ein erfolgreicher Maler (Daniel Auteuil) kehrt Paris den Rücken zu, um sich auf dem Land niederzulassen. Er sieht sich ausserstande, den Garten seines Anwesens zu pflegen und stellt daher einen Gärtner (Jean-Pierre Darroussin) ein. Bald erkennt er in diesem einen Schulkameraden aus vergangenen Zeiten. Die beiden haben sich seither in ganz verschiedenen Milieus bewegt, aber so unterschiedlich die zwei Männer auch sein mögen, zwischen ihnen entsteht eine wahre Freundschaft, die das Leben beider verändert

 

Die Böhms – Architektur einer Familie

D/CH 2014, 87 Min., D, Regie: Maurizius Staerkle-Drux, Dokumentarfilm

Gottfried Böhm gilt als einer der wichtigsten Architekten Deutschlands. Noch täglich arbeitet der 94-jährige an Bauprojekten mit. Der Architekt in dritter Generation ist inzwischen der Patriarch einer Dynastie, zu der auch seine Söhne Stephan, Peter und Paul gehören. Seit sie versuchen, mit Prestigebauten aus dem Schatten des Vaters zu treten, wurde aus den Brüdern berufliche Konkurrenten.

Die Bucht - The Cove

USA 2009, 92 Min., E/df, Regie: Louie Psihoyos, mit Ric O'Barry, Simon Hutchins, Mandy-Rae Cruickshank, Kirk Krack, Dokumentarfilm

Rezension von Walter Gasperi

In den 1960er Jahren war Ric O´Barry der Trainer der fünf verschiedenen Delfine, die in der TV-Serie „Flipper“ eingesetzt wurden. Doch durch den intensiven Kontakt mit den Meeressäugern änderte sich O´Barrys Einstellung zu ihnen radikal. Er erkannte, dass sie ein Bewusstsein haben und für das Leben in Gefangenschaft nicht geschaffen sind.

 

Die Demokratie ist los!

CH 2015, 82 Min., D, Regie: Thomas Isler, Dokumentarfilm

Die Schweiz, das kleine Land, das alles richtig macht? Die überraschenden Entscheidungen zu Minarett-, Ausschaffungs- und Masseneinwanderungsinitiative geben vielen Schweizerinnen und Schweizern zu denken, denn Wortlaut und Umsetzung kollidieren oft mit der Bundesverfassung der Eidgenossenschaft und mit politisch, wirtschaftlich und sozial bedeutsamen internationalen Verträgen.

Die Frau mit den 5 Elefanten

CH 2009, 78 Min., OV/df, Regie: Vadim Jendreyko, Dokumentarfilm

Rezension von Walter Gasperi

Die fünf Elefanten: das sind die grossen Romane Fjodor Dostojewskijs: „Verbrechen und Strafe“, „Die Brüder Karamasov“, „Der Idiot“, „Böse Geister“, „Ein grüner Junge“. Die Frau: das ist die 1923 in der Ukraine geborene Swetlana Geier, die zwischen 1992 und 2007 diese Romane aus dem Russischen neu ins Deutsche übersetzt hat.

 

Die Frau, die sich traut

D 2013, 98 Min., D, Regie: Marc Rensing, mit Steffi Kühnert, Jenny Schily, Steve Windolf

Der Job, die Enkelin, der Sohn, der mit seiner schwangeren Freundin bei ihr lebt: Voller Hingabe kümmert sich Beate um alles und um jeden. Auch für ihre beste Freundin Henni hat die ehemalige DDR-Leistungsschwimmerin immer ein offenes Ohr.

Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings

CH 2017, Dial., E/df, 98 Min., Regie: Thomas Haemmerli, Dokumentarfilm

«Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings» macht sich lustig. Über alles und jeden. Über die Linken, die alles bewahren wollen und sich vor Fortschritt fürchten. Über die Rechten, die jammern, der Fremde nehme ihnen Wohnung, Arbeit und den letzten Eisenbahn-Sitzplatz weg.

 

Die Gräfin - The Countess

D/F 2008, E/df, Regie: Julie Delpy, mit Julie Delpy, Daniel Brühl, William Hurt

Rezension von Stefan Volk

Als weibliche Draculagestalt ging die 1560 geborene ungarische „Blutgräfin“ Erzebet Bathory, die angeblich im Blut ermordeter Jungfrauen badete, in die Mythengeschichte ein. Julie Delpy („Two Days in Paris“) inszeniert in „The Countess“ nicht nur diese Legende, sondern auch die Zweifel daran und verbindet beides zu einem ebenso spekulativen wie spektakulären schwarzromantischen Historiendrama.

Die grosse Erbschaft - La grande eredità

CH 2010, 92 Min., I/df, Regie: Fosco Dubini, Donatello Dubini, Dokumentarfilm

Pressetext

Der Film beginnt als eine Schatzsuche nach versteckten Gold- und Silbermünzen in einem abgebrannten Haus und endet als ethnologische und soziologische Studie über eine italienische Einwandererfamilie in einem kleinen Tessiner Bergdorf.

 

Die Kinder vom Napf

CH 2011, 91 Min., Dialekt, Regie: Alice Schmid, mit den Kindern von Romoos, Dokumentarfilm

Pressetext

50 Bergbauernkinder, 10 km Schulweg, eine Kindheit mitten im Herzen der Schweiz. Mit den Kindern stapfen wir frühmorgens los, durch hohen Schnee in die Dorfschule, nachmittags zum Bauernhof, wo jedes Kind sein Ämtli hat. Schon früh tritt die jüngste Generation in die Stapfen des Bergbauernberufes.

Die Standesbeamtin

CH 2009, 90 Min., Schweizerdeutsch, Regie: Micha Lewinsky, mit Marie Leuenberger, Dominique Jann, Beat Schlatter, Oriana Schrage, Herbert Leiser

Rezension von Geri Krebs

Rahel Hubli ist Standesbeamtin in einem idyllischen Schweizer Städtchen und führt professionell Brautpaare in die Ehe. Ihre eigene Ehe ist allerdings trostlos, die Liebe längst erloschen und ihr Mann geht fremd. Zusammen ist man hauptsächlich noch wegen des gemeinsamen Sohnes. Da bringt das Zusammentreffen mit Rahels Jugendliebe Ben Bewegung in den öden Alltag der Enddreissigerin. Denn Ben hat sie dazu auserkoren, ihn nicht nur standesamtlich in seinem alten Heimatstädtchen zu trauen, sondern ihm gleich auch noch bei den ganzen sonstigen Festivitäten behilflich zu sein.

 

Die Vaterlosen

AT 2011, 105 Min., D, Regie: Marie Kreutzer, mit: Andreas Kiendl, Andrea Wenzl, Emily Cox, Johannes Krisch, Marion Mitterhammer, Philipp Hochmair, Pia Hierzegger, Sami Loris

Rezension von Walter Gasperi

Welchen Wert hat die Familie? Wie erzieht man Kinder richtig? - Die Österreicherin Marie Kreutzer lässt in ihrem von einem grossartigen Ensemble getragenen Spielfilmdebüt vier Geschwister angesichts des Todes ihres Hippie-Vaters zusammentreffen und ihre Kindheit in der Kommune aufarbeiten.

Dieci Inverni

IT 2009, 99 Min., OV/df, Regie: Valerio Mieli, mit Isabella Ragonese, Michele Riondino, Sergei Zhigunov

Pressetext

Die achtzehnjährige Camilla ist gerade aus der ländlichen Provinz nach Venedig gekommen, um russische Literatur zu studieren. Gedankenverloren überquert sie im Vaporetto die Lagune, als ihr ein anderer Passagier auffällt – ein junger Mann, der ihren Blick erwidert. Auch er hat ein Koffer dabei; auch er ist gerade in Venedig angekommen.

 

Dior and I

FR 2014, 90 Min., F/d, Regie: Frédéric Tcheng, mit Raf Simons

Die Fashion Dokumentation DIOR AND I gewährt nie gesehene, private Einblicke in die vielschichtige Welt des Modehauses Dior und einen einmaligen Blick hinter die Kulissen während der nur zweimonatigen Entstehung der ersten Haute-Couture-Kollektion des neu ernannten Chefdesigners Raf Simons.
(Text: Xenix)

Doctor Jack

CH/FR 2016, OV/df, 83', Regie: Benoît Lange, Pierre-Antoine Hiroz, Dokumentarfilm mit Jack Preger

Wie kommt es dazu, dass ein Kind mit jüdischen Wurzeln, aufgewachsen in Manchester, zuerst Landwirt wurde und sich 40 Jahre später in den Strassen Kalkuttas als Arzt wiederfindet? Wie konnte er aus dem Nichts eine der ersten NGOs in Indien gründen, die sich heute in der bengalischen Metropole weiterentwickelt?

 

Double Peine

CH 2017, OV/df, 103 Min., Regie: Léa Pool, Dokumentarfilm

Solothurner Filmtage: Nomination Prix de Soleure

Zwei Drittel aller Frauen, die weltweit im Gefängnis sitzen, sind Mütter. Fast drei Viertel von ihnen sind alleinerziehend. Weder ihre noch die Bedürfnisse ihrer Kinder werden vom Justizsystem berücksichtigt.

Doubt

USA 2008, 105 Min., OV/df, John Patrick Shanley, mit Meryl Streep, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams

Rezension von Cindy Hertach

Bronx, 1964: Die Schule und Pfarrei St. Nicholas wird von der strengen Direktorin und Ordensschwester Aloysius geleitet. Mit ihrem drakonischen Regime verschreckt sie Schülerschaft und Mitschwestern gleichermassen. Kein Wunder, dass ihr der neue Pater Flynn schon bald ein Dorn im Auge ist.

 

Draussen ist Sommer

CH 2012, 95 Min., D, Regie: Friederike Jehn, mit Maria-Victoria Dragus, Nicolette Krebitz, Wolfram Koch

Das Familiendrama DRAUSSEN IST SOMMER erzählt von der 14-jährigen Wanda, die mit ihrer Familie in die Schweiz zieht. Hier soll alles besser werden.

Drei Zinnen

DE/IT 2017, D, 94 Min., Regie: Jan Zabeil, mit Alexander Fehling, Bérénice Bejo, Arian Montgomery

Seit zwei Jahren sind Aaron und seine französische Freundin Lea ein Paar. Und da ist Tristan, Leas achtjähriger Sohn, der sowohl bei ihnen als auch bei seinem leiblichen Vater aufwächst.

 

Du Bruit Dans La Tête

CH 2008, 90 Min., F/d, Regie: Vincent Pluss, mit Céline Bolomey, Gabriel Bonnefoy, Frédéric Landenberg

Rezension von Cindy Hertach

Nach einem Studienaufenthalt in Kanada kehrt die dreissigjährige Laura nach Genf zurück. Einsam und unglücklich, da von ihrem Freund unlängst verlassen, versucht sie sich bei Zeitung als Journalistin zu etablieren. Mit ihrem eigensinnigen und schroffen Wesen eckt Laura an ihrem Arbeitsplatz jedoch schnell an.

Dürrenmatt - Eine Liebesgeschichte

CH 2015, 90 Min., CH-D, Regie & Buch: Sabine Gisiger, Dokumentarfilm

Im Zentrum des Films steht die bisher unbekannte Liebesgeschichte von Friedrich Dürrenmatt und seiner Frau Lotti Dürrenmatt-Geissler.

 

Dust of Time

GR 2008, 125 Min., E/df, Regie: Theo Angelopoulos, mit Harvey Keitel, Willem Dafoe, Bruno Ganz

Rezension von Geri Krebs

Chronologisch beginnt dieses Epos um die Wirrnisse einer griechischen Familie vor dem Hintergrund des Kalten Krieges mit dem Tod Stalins im März 1953 in Russland, und es endet im Berlin der Jahrtausendwende. Dazwischen liegen über zwei Filmstunden voller Irrfahrten durch ein halbes Jahrhundert europäischer Geschichte.

Dutti der Riese

CH 2007, D, 94 Min., Regie: Martin Witz, Dokumentarfilm

Pressetext

Gottlieb Duttweiler hat die Migros erfunden. Sein revolutionäres Konzept hat er gegen Widerstände aus allen politischen und wirtschaftlichen Lagern verteidigt und gross gemacht. Als widersprüchliche Persönlichkeit hat er die Schweizer Gesellschaft in glühende Verehrer und erbitterte Gegner gespalten: Aus Gesinnung ein Demokrat – im Temperament ein Diktator – ist er ein Visionär und gleichzeitig ein kühl rechnender Realist. Furchtlos, bauernschlau, aggressiv, harmoniebedürftig, traditionsbewusst und ebenso zukunftsorientiert. Kaum ein anderer hat in der Schweiz so viel in Bewegung gesetzt wie «Dutti».

 

Eastern Promises

USA 2007, 100 Min., OV/df, Regie: David Cronenberg, mit Viggo Mortensen, Naomi Watts, Armin Mueller-Stahl, Vincent Cassel

Pressetext

In einem Londoner Krankenhaus stirbt eine junge Mutter bei der Geburt ihres Kindes in den Armen der Hebamme Anna (Naomi Watts). Da die Identität der Toten, einer offenbar illegalen osteuropäischen Prostituierten, unbekannt ist, setzt Anna alles daran, die Angehörigen des verwaisten Säuglings zu finden. Ihre einzigen Hinweise sind ein in russisch geschriebenes Tagebuch und die Visitenkarte eines transsibirischen Restaurants. Anna folgt der Spur und trifft dabei auf den attraktiven Chauffeur Nikolai (Viggo Mortensen). Der arbeitet für den ebenso einflussreichen wie zwielichtigen Restaurant-Besitzer und Patriarchen Semyon (Armin Mueller-Stahl).

Easy Virtue

GB 2008, OV/df, 93 Min., Regie: Stephan Elliott. Mit Jessica Biel, Ben Barnes, Kristin Scott Thomas, Colin Firth, Kimberley Nixon

Filmdienst

Die unerwünschte Heirat ihres Sohnes mit einer burschikosen Amerikanerin bringt eine standesstolze Engländerin, die die Gepflogenheiten des spleenigen britischen oberen Mittelstands verkörpert, derart in Rage, dass sie sich fortan einen Kleinkrieg mit ihrer ungeliebten Schwiegertochter liefert.

 

Eden

FR 2014, 131 Min., OV/d, Regie: Mia Hansen-Løve, mit Félix de Givry, Pauline Etienne, Greta Gerwig, Hugo Conzelmann, Bradly Corby

EDEN ist ein bewegender Trip in das pulsierende Paris der frühen 1990er-Jahre. Durch die Augen der jungen DJ Gruppen Cheers und Daft Punk taucht der Film in die Elektro Musik-Szene ein, in ein flüchtiges Nachtleben bestehend aus Sex, Drogen und immerwährenden Beats.

Effi Briest

D 2008, 117 Min., D, Regie: Hermine Huntgeburth, mit Julia Jentsch

Rezension von Andrea Lüthi

Auf Drängen ihrer Mutter heiratet die junge Effi den Baron von Innstetten, ohne ihn richtig zu kennen. Am neuen Wohnort fühlt sie sich einsam und rettet sich bald in eine Affäre mit dem Lebemann Major Crampas. Aber Jahre später kommt alles ans Licht.