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Neu

Don't Worry, He Won't Get Far On Foot

US 2018, OV/df, 113 Min., Regie: Gus Van Sant, mit Joaquin Phoenix, Jonah Hill, Rooney Mara, Jack Black

Filmkritik von Philipp Brunner

John Callahan hat einen ziemlich schrägen Humor und ein ziemlich grosses Alkoholproblem. Seine Witze sind nicht jedermanns Sache, und mit der Selbstwürde nimmt er es auch nicht mehr so genau. Aber eigentlich ist er ein grundguter Kerl, der sich irgendwie durchs Leben hangelt.

1999 - Wish You Were Here

CH/CA 2018, OV/df, 90 Min., Regie: Samara Grace Chadwick, mit Natalie Légère, Annabelle Gaudet, Samara Grace Chadwick

Vision du reel: Nationaler Wettbewerb

In der «High School» Mathieu-Martin in Moncton (Kanada) wurde das Jahr 1999 von einer Suizidwelle überschattet. Samara kehrt in die Stadt zurück, in der sie aufgewachsen ist, um mit ihren ehemaligen Klassenkamerad_innen über die Ereignisse zu sprechen, die sie selbst und ihre Mitschüler_innen stark geprägt haben.

 

Aktuell

303

DE 2018, D, 120 Min., Regie: Hans Weingartner, mit Mala Emde, Anton Spieker, Arndt Schwering-Sohnrey

Jan ist davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus egoistisch ist. So ist er nicht wirklich überrascht, dass niemand auftaucht, als er in Berlin auf seine Mitfahrgelegenheit wartet.

Au Poste!

FR 2018, F/d, 73 Min., Regie: Quentin Dupieux, mit Anaïs Demoustier, Benoît Poelvoorde, Grégoire Ludig

Eine Polizeistation, ein Kommissar, ein Tatverdächtiger und ein langes Verhör. Zu später Stunde versucht Kommissar Buron (Benoît Poelvoorde) einen Mordfall zu lösen. Doch beim Verhör mit Fugain (Grégoire Ludig) läuft lange nicht alles nach Plan. Typisch Quentin Dupieux!
(Pressetext: Praesens)

 

Blue Note Records: Beyond the Notes

CH/US 2018, OV/df, 87 Min., Regie: Sophie Huber, Dokumentarfilm

BLUE NOTE RECORDS: BEYOND THE NOTES ist eine anregende und emotionale Reise hinter die Kulissen des amerikanischen Pionierlabels, das einigen der besten Jazzkünstler des 20. und 21. Jahrhunderts eine Stimme gab.

Jane

US 2017, OV/df, 90', Regie: Brett Morgen, Dokumentarfilm mit Jane Goodall

Filmkritik von Dominic Schmid

Eine Spinne, zwei Raupen, Vögel und Echsen in paradiesischen Farben, ein gemütlich auf einem hohen Ast sitzender Pavian. Dazu sanfte Dschungelgeräusche, getragen von leicht anschwellenden Streichern. Dann beim Bild einer Schlange das Geräusch eines Motorbootes, das den ersten Menschen zu diesem Ort trägt.

 

Je vais mieux

FR 2017, F/d, 88 Min., Regie: Jean-Pierre Améris, mit Eric Elmosnino, Ary Abittan, Alice Pol, Judith El Zein

Laurent kann nur noch gebückt durchs Leben gehen. Aus heiterem Himmel haben ihn heftige Rückenschmerzen befallen. Was ist das bloss? Nächtliches Surfen auf Online-Gesundheitsseiten beschert ihm abstruse Albträume.

Los Perros

CL 2017, OV/df, 100 Min., Regie: Marcela Said, mit Antonia Zegers, Alfredo Castro

Cannes 2017:Semaine de la Critique

Mariana ist forsch, eigensinnig, lebenslustig. Doch wirklich zufrieden ist sie nicht. Ihr Vater ist es gewohnt, dass alle nach seiner Pfeife tanzen, und das erwartet er auch von seiner Tochter.

 

Nico, 1988

IT 2017, OV/df, 93 Min., Regie: Sisanna Nicchiarelli, mit Trine Dyrholm, Calvin Demba, Karina Fernandez

Sie war das erste deutsche Supermodel, Andy Warhols Muse und Sängerin der Band „The Velvet Underground“: Christa Päffgen – bekannt unter ihrem Künstlernamen Nico.

Searching For Ingmar Bergman

DE 2018, E/df, 99', Regie: Margarethe von Trotta, Felix Moeller, Dokumentarfilm

Filmkritik von Erwin Schaar

Als 1964 die hitzige Diskussion um Bergmans Film Das Schweigen wegen seiner damals für freizügig ge­haltenen erotischen Einstellungen auch in ernst zu nehmenden Publikationen tobte, schrieb der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki in der «Zeit»: «Man will aus diesem Regisseur einen Heiligen machen, einen Gottsucher, einen Seher, einen Propheten. Er ist aber nicht mehr und nicht weniger als ein hochbegabter, wenn auch sehr überschätzter, raffinierter und bisweilen zynischer Filmkünstler, ein Mann mit Routine und Instinkt für das Gängige. Nicht ihn muss man bekämpfen – nicht den Heiligen, sondern seine Narren.»

 

Summer 1993

ES 2017, OV/df, 94 Min, Regie: Carla Simón, mit Laia Artigas, Paula Robles, Bruna Cusí, David Verdaguer

Filmkritik von Dominic Schmid

Es gibt kaum etwas Schwierigeres, als die Erfahrungswelt eines Kindes darzustellen. Alles, was den Menschen unergründlich macht – seine Vergangenheit, seine Geheimnisse, seine Traumata –, ist da noch unverfügbarer als bei Erwachsenen.

What Will People Say

NO/DE/SE 2017, OV/df, 106', Regie: Iram Haq, mit Maria Mozhdah, Adil Hussain, Ekavali Khanna, Rohit Saraf, Ali Arfan

Filmkritik von Tereza Fischer

In ihrem zweiten Spielfilm erzählt die in Norwegen aufgewachsene Pakistanerin Iram Haq ihre eigene Geschichte: Mit vierzehn Jahren wurde sie von ihren Eltern für eineinhalb Jahre nach Pakistan gebracht, zur «Umerziehung».

 

Letzte Tage

Das Leben vor dem Tod

CH 2017, CH-Dial., 107 Min., Regie: Gregor Frei, Dokumentarfilm mit Armin Gloor, Goffredo Frei und Filippo Togni

«70 ist genug!», sagt Armin und nimmt Leben und Tod in die eigene Hand. Mit dieser Ansage bringt er die Freundschaft zu Nachbar Goffredo ins Wanken. Goffredo, der kunstsinnige Praktiker, fordert Armin heraus, dieser kontert messerscharf.

In den Gängen

DE 2018, D, 125 Min., Regie: Thomas Stuber, mit Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth

Filmkritik von Tereza Fischer

Noch sind sie leer, die Gänge des Grossmarkts irgendwo im ostdeutschen Nirgendwo. Das künstliche fahle Licht erhellt die von überhohen Gestellen geformten Gänge spärlich, aber effektvoll. Doch dann fährt zum Donauwalzer eine Reinigungsmaschine blinkend und scheinbar führerlos umher. Als wäre es ein Tanz, gesellt sich ein Gabelstapler dazu, der durch seine Fahrten quer durch die Gänge das Bild selbst beinahe ins Schwanken geraten lässt.

 

Isle Of Dogs

US 2018 OV/df/D, 101 Min., Regie: Wes Anderson, Stop Motion, mit den Stimmen von Scarlett Johansson, Bryan Cranston, Tilda Swinton, Bill Muray

Filmkritik von Oswald Iten

Hinter einem pfeifenden Knaben trotten fünf Hunde im Gänsemarsch durch eine Totale. Aus der Diskussion um das Lieblingsessen der vier ehemaligen Haushunde erfahren wir nicht nur deren persönliche Vorlieben und Gewohnheiten, sondern auch einiges über den gesellschaftlichen Status ihrer Halter_innen. Am Ende der Einstellung setzt sich der fünfte, ein Streuner namens Chief, am Bildrand nieder und kratzt sich. Erst im Umschnitt erkennen wir, dass jenseits des Bildrandes auch der Rest der Gruppe angehalten hat.

Looking For Oum Kulthum

DE/AT/IT/MA 2017, OV/df, Regie: Shirin Neshat, mit Neda Rahmanian, Yasmin Raeis, Mehdi Moinzadeh, Kais Nashif

Looking For Oum Kulthum beschreibt die Suche von Mitra, einer angesehenen iranischen Regisseurin, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben und die Kunst der legendären Sängerin Oum Kulthum zu verfilmen.

 

The Bookshop

ES/GB/DE 2017, OV/df, 113 Min., Regie: Isabel Coixet, mit Emily Mortimer, Bill Nighy, Patricia Clarkson

Ende der Fünfzigerjahre im verschlafenen englischen Küstenstädtchen Hardborough: Florence Green träumt davon, einen eigenen Buchladen zu eröffnen.

The Rider

US 2017, OV/df, 104 Min., Regie: Chloé Zhao, mit Brady Jandreau, Cat Clifford, Lane Scott, Lilly Jandreau, Tim Jandreau

Filmkritik von Lukas Stern

Das Bild, das uns in The Rider hineinführt, ist in besonderem Sinne emblematisch für den Film als Ganzes – emblematischer noch als die Landschaftstableaus Norddakotas, diese gewohnt weiten Aufnahmen einer nach allen Richtungen hin endlosen Prärie, in der die tiefstehende Sonne durch die Latten einer Pferdekoppel bricht, in der sich im Hintergrund Sandsteingebirge aus dem Boden falten, in der nur gelegentlich ein trockenes Grün in das umfassend spröde Gelb der Erde hineingemischt ist und durch die ein ungebremster Wind bläst, der den Staub aufwirbelt und das Gras zittern lässt.

 

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

GB 2017, OV/df, 116 Min., Regie: Martin McDonagh, mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Caleb Landry Jones,

Nachdem im Mordfall ihrer Tochter Monate vergangen sind, ohne dass ein Schuldiger gefasst wurde, wagt Mildred Hayes einen mutigen Schritt. Sie bemalt drei an der Strasse gelegene Aussenflächen, die in die Stadt führen, mit kontroversen Sprüchen, die an William Willoughby, den ehrenwerten Polizeichef, gerichtet sind.

Visages villages

FR 2017, F/d, 89 Min, Regie: Agnès Varda, JR, Dokumentarfilm

Filmkritik von Martin Girod

Gleich nach dem gezeichneten und animierten Vorspann erklärt uns das Autorentandem Agnès Varda und JR in alternierenden Off-Kommentaren: «Nein, wir sind uns nicht auf der Strasse begegnet …», «Nein, wir sind uns nicht an einer Bushaltestelle begegnet …», «Nein, wir sind uns nicht in einer Bäckerei begeg­net …», «Nein, wir sind uns nicht in einem Dancing begegnet …». Dazu sehen wir im Bild, wie die beiden um ein Haar doch aufeinandertreffen, auf der Strasse, an der Bushaltestelle, in der Bäckerei, in einer Disco.

 

Weit - Ein Weg um die Welt

DE 2017, D/OV/df, 128 Min., Regie: Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier, Dokumentarfilm

50.000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko.