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Neu

Shoplifters

JP 2018, OV/df, 121 Min., Regie: Hirokazu Kore-eda, mit Lily Franky, Ando Sakura, Matsuoka Mayu, Kiki Kilin, Jyo Kairi, Sasaki Miyu

Filmfestival Cannes: Goldene Palme

Nach einer erfolgreichen Diebestour durch Lebensmittelgeschäfte entdecken Osamu und sein Sohn Noboyo im winterlichen Tokyo ein halbverfrorenes, verlassenes Mädchen auf einer Terrasse. Ohne zu zögern, beschliesst Osamu die Kleine mitzunehmen, weil sie offensichtlich von ihren Eltern vernachlässigt wird.

Climax

FR/BE 2018, OV/df, 97 Min., Regie: Gaspar Noé, mit Sofia Boutella, Roman Guillermic, Souheila Yacoub

Méliès d’or für den besten europäischen fantastischen Langfilm

1996 trifft sich eine junge Tanztruppe in einem entlegenen Festsaal, um das Ende der Proben und den Start ihrer US-Tournee zu feiern. Auf der Bühne glitzert ein riesiger Pailletten-Vorhang in den Farben Frankreichs, auf dem Parkett wird ausgelassen und sorglos gefeiert und getanzt. Doch in den Köpfen setzt bald Schwindel ein, und Aufregung macht sich breit. Hat jemand was in die Sangria geworfen?

 

Aktuell

#Female Pleasure

CH/DE 2018, OV/df, 97 Min., Regie: Barbara Miller, Dokumentarfilm

Locarno 2018: Semaine de la Critique

#Female Pleasure ist ein Plädoyer für die Befreiung der weiblichen Sexualität im 21. Jahrhundert. Jahrtausendalte, patriarchale Strukturen werden dabei ebenso in Frage gestellt wie die alltäglich gewordene Pornokultur.

Astrid

SE 2018, OV/df, 123 Min., Regie: Pernille Fischer Christensen, mit Alba August, Trine Dyrholm, Magnus Krepper, Henrik Rafaelsen

Von Pippi Langstrumpf über Ronja Räubertochter bis zum Michel aus Lönneberga: Kein anderer Name ist bis heute so untrennbar mit so vielen faszinierenden Kinderbüchern verbunden wie der von Astrid Lindgren. Ihre Geschichten haben bis heute die Kindheit von Millionen Menschen weltweit geprägt. Zudem setzte die „Schwedin des Jahrhunderts“ und Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels sich unermüdlich für die Rechte von Kindern ein.

 

Becoming Animal

CH/UK 2018, OV/df, 78 Min., Regie: Peter Mettler und Emma Davie, mit David Abram

Filmkritik von Johannes Binotto

Was wohl die Tiere sehen, wenn sie uns betrachten? So fragt sich unweigerlich, wem es schon einmal passiert ist, dass im Zoo plötzlich der eigene Blick vom Tier auf der anderen Seite des Gitters erwidert wurde.

Being With Animals

CH 2018, OV/df, 91 Min., Regie: Salome Pitschen, Dokumentarfilm

Die Filmemacherin erkundet verschiedene Methoden der Kommunikation zwischen Tier und Mensch. Sie will ihre leicht erregbare Hündin Bina beruhigen können.

 

Cold War

PL/FR/UK 2018, OV/df, 84 Min., Regie: Pawel Pawlikowski, mit Joanna Kulig, Tomasz Kot, Jeanne Balibar

Festival de Cannes 2018: Wettbewerb - Beste Regie

Filmkritik von Dominic Schmid

Ein Mann sitzt spätabends in einem Pariser Café und wartet auf eine Frau. Das Türschild ist schon auf fermé gedreht, die Barfrau möchte gerne schliessen. Sie gibt dem Mann den Ratschlag, dass, wenn elle bisher noch nicht gekommen sei, sie auch nicht mehr kommen werde. In diesem Moment tritt eine Frau durch die Tür.

Everybody Knows - Todos lo saben

ES, FR, IT 2018, 132 Min., Regie: Asghar Farhadi, mit Javier Bardem, Penélope Cruz, Ricardo Darin

Zur Hochzeit ihrer Schwester kommt Laura nach Jahren zurück in ihr Heimatdorf nahe von Madrid. Sie hat ihre beiden Kinder dabei, ihr Mann ist in Argentinien geblieben. Man begrüsst sich, begegnet sich, und ob man es will oder nicht, werden alte Wunden aufgerissen.

 

Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm

DE 2018, D, 130 Min., Regie: Joachim Lang, mit Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung

Nach dem überragenden Bühnen-Erfolg von «Die Dreigroschenoper» will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Bertolt Brecht aber hat seine eigenen Vorstellungen: Der «Dreigroschenfilm» soll kompromisslos, politisch, radikal werden.

Touch Me Not

RO/BG/DE 2018, OV/df, 125 Min., Regie: Adina Pintilie, mit: Laura Benson, Tomas Lemarquis, Christian Bayerlein

Berlinale: Goldener Bär

Eine Filmemacherin und ihre Protagonist_innen lassen sich gemeinsam auf ein persönliches Forschungsprojekt zum Thema Intimität ein.

 

Wolkenbruch

CH 2018, D, 90 Min., Regie: Michael Steiner, mit Joel Basman, Noémie Schmidt, Udo Samel, Inge Maux

Bislang hat Motti Wolkenbruch immer brav getan, was seine jüdisch orthodoxe Mame ihm vorschreibt.

Woman At War

IS/FR/UA 2018, OV/df, 101 Min., Regie: Benedikt Erlingsson, mit Halldóra Geirharðsdóttir, Jóhann Sigurðarson, Juan Camillo Roman Estrada

Filmkritik von Julia Zutavern

Vor vier Jahren debütierte Benedikt Erlingsson mit Of Horses and Men, einer burlesken Parabel über das Mensch- und Pferdsein, für die er mehrere Preise gewann. Nun hat sich der Isländer an einen skurrilen Ökothriller gewagt, der es prompt in die Semaine de la Critique in Cannes geschafft hat.

 

Letzte Tage

Ága

BG 2018, OV/df, 95 Min., Regie: Milko Lazarov, mit Mikhail Aprosimov, Feodosia Ivanova, Galina Tikhonova

Nanook und Sedna sind das letzte Paar ihres Volkes. Sie leben in einer Jurte auf den schneebedeckten Feldern Sibiriens. Der Frühling zieht früher als gewohnt ein, das Eisangeln ist weniger ergiebig als üblich und Sedna bemerkt, dass Nanook beginnt, Dinge zu vergessen. In wunderschönen Bildern erzählt Milko Lazarov seine Geschichte in sanfter Anlehnung an den Pionier des Dokumentarfilms Robert J. Flaherty mit seinem Nanook of the North.

Birds of Passage - Pájaros de verano

CO 2018, OV/df, 125 Min., Regie: Ciro Guerra Cristina Gallego, mit José Acosta, Carmiña Martínez, Jhon Narváez

Filmkritik von Dominic Schmid

Genrefilme befassen sich immer mit der Gesellschaft, in der sie entstehen und mit deren Vorstellung von Gemeinschaft. Das Gleiche gilt für mündlich und schriftlich überlieferte Mythen, mit denen Traditionen zementiert und als unumstösslich etabliert werden.

 

Der Vorname

DE 2018, D, 91 Min., Regie: Sönke Wortmann, mit Christoph Maria Herbst, Caroline Peters, Justus von Dohnànyi, Janina Uhse, Florian David Fitz

Zwei Paare und ein männlicher Single treffen sich zum gemütlichen Dinner. Beim Warten auf die schwangere Gattin verrät der Mittvierziger Thomas den Vornamen des Babys, ein absoluter Tabu-Name, der zum Eklat und zum Aufdecken persönlicher Lebenslügen führt.

Dogman

IT/FR 2018, OV/df, 103 Min., Regie: Matteo Garrone, mit Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Alida Baldari Calabria

Cannes 2018: Preis Bester Hauptdarsteller für Marcello Fonte

Filmkritik von Stefan Volk

Die Saison ist vorbei im kleinen, verlotterten Seebad irgendwo in Süditalien, in dem Matteo Garrones Dogman spielt.

 

Fahrenheit 11/9

US 2018, OV/df, 125 Min., Regie: Michael Moore, Dokumentarfilm mit David Hogg, Alexandria Ocasio-Cortez

Michael Moores neuster provokanter Streich zur Ära Trump und zu den Fragen: "How the f**k did this happen, and how the f**k do we get out?" Michael Moore hatte es vorausgesehen in seinem Essay vom Juli 2016: 5 Gründe warum Trump gewinnen wird.

Fortuna

CH/BE 2017, OV/df, 106 Min., Regie: Germinal Roaux, mit Kidist Siyum Beza, Bruno Ganz, Patrick D'Assumç

Filmkritk von Michael Pekler

Entgegen ihrem Namen hat Fortuna kein Glück. Wobei man sich auch da nicht ganz sicher sein kann, denn immerhin hat das vierzehnjährige Mädchen aus Äthio­pien die Fahrt über das Mittelmeer überlebt. Besser jedoch passt der andere Aspekt, der der römischen Göttin Fortuna zugeschrieben wird, nämlich das Schicksal. Dieses wollte es offenbar, dass das Mädchen in einem Hospiz mitten in den Schweizer Bergen landet, noch dazu im Winter.

 

Genesis 2.0

CH 2018, OV/df, 112 Min., Regie: Christian Frei, Maxim Arbugaev, Dokumentarfilm

Filmkritik von Christoph Egger

Unter einem schwarz dräuenden, gegen den Horizont hin schwefelgelb aufgerissenen Himmel stapfen gebückt zwei Männer durch eine schlammig-nasse Küstenszenerie, wobei der vordere mit dem kolossalen gekrümmten Objekt auf seinen Schultern ein fast schon perfektes @ bildet. Die Ikonografie des Plakats ist dem Film entnommen, die effektvolle Lichtregie dagegen das Produkt von gekonntem Artwork.

Gundermann

DE 2018, D/f, 127 Min., Regie: Andreas Dresen, mit Alexander Scheer, Anna Unterberger, Milan Peschel

Ein Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Querdenker und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Der andere bespitzelt und selbst bespitzelt wird: Gerhard Gundermann.

 

Lazzaro Felice

IT/CH/FR/DE 2018, OV/df, 128 Min., Regie: Alice Rohrwacher, mit Alba Rohrwacher, Nicoletta Braschi, Adriano Tardiolo

Festival de Cannes 2018 Wettbewerb - Bestes Drehbuch

Filmkritik von Tereza Fischer

Lazzaro felice beginnt in der Vergangenheit, in einer abgelegenen Bergregion, wo der Wolf mit nächtlichem Geheul seine Präsenz markiert.

Leto

RU/FR 2018, OV/df, 129 Min., Regie: Kirill Serebrennikov, mit: Teo Yoo, Roma Zver, Irina Starshenbaum

Filmkritik von Erwin Schaar

Kirill Serebrennikow, Regisseur und Leiter des angesehenen Moskauer Gogol-Theaters, ist zur politischen Figur geworden: Mit dem fadenscheinigen Vorwurf, Förder­gelder unterschlagen zu haben, wurde er kurz vor Beendigung der Dreharbeiten zu Leto im August 2017 festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Seinen Film konnte er nur mithilfe eines internetgesperrten Computers und via Notizen für seine Mitarbeiter_innen fertigstellen.

 

Liquid Truth

BR 2017, OV/df, 87 Min., Regie: Carolina Jabor, mit Daniel de Oliveira, Luisa Arraes, Gustavo Falcão, Malu Galli

Rubens ist ein beliebter und sorgloser Schwimmlehrer, bis er eines Tages von einer Mutter beschuldigt wird, deren Sohn zärtlich berührt zu haben. Die Anschuldigungen werden verbreitet und beschleunigt durch moderne Kommunikationsmittel. Carolina Jabor hat einen ungemein packenden, brennend aktuellen und wichtigen Spielfilm gestaltet, der uns erkennen lässt, dass sich Wahrheit nicht per elektronischer Kommunikation vermittelt.

Sir

FR/IN 2018, OV/df, 99 Min., Regie: Rohena Gera, mit Vivek Gomber, Tillotama Shome

Filmkritik von Till Brockmann

Eigentlich ist das Leben von Ratna schon gelaufen. Auf dem Land aufgewachsen und sehr jung verheiratet, wurde sie mit neunzehn bereits Witwe. In vielen Regionen Indiens hat man damit als Frau nur noch die Möglichkeit, zur eigenen Familie zurückzukehren und dort zu darben.

 

The Guilty

DK 2018, OV/df, 86 Min., Regie: Gustav Möller, mit Jakob Cedergren, Jessica Dinnage, Omar Shargawi, Johan Olsen

Filmkritik von Christoph Egger

Die Allgegenwart des Telefons auch im Kino – bemerkenswerte Ausnahme in jüngster Zeit: Simon Jaquemets Der Unschuldige, in dem nicht einmal ein Mobiltelefon vorkommt – lässt leicht übersehen, dass es noch nicht reicht, es einfach mal klingeln zu lassen.

Weit - Ein Weg um die Welt

DE 2017, D/OV/df, 128 Min., Regie: Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier, Dokumentarfilm

50.000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko.

 

Yvette Z’Graggen

CH 2016, F/d, 86 Min., Regie: Frédéric Gonseth, Dokumentarfilm

«Yvette Z’Graggen» erzählt die Geschichte dieser aussergewöhnlichen Schweizer Schriftstellerin. Die Genfer Romancière war ihrer Zeit nicht nur als Autorin weit voraus, sondern nahm sich schon in den 1940er Jahren, was ihr die Schweizer Gesetzgebung noch für Jahrzehnte verwehren sollte: Sie lebte autonom und emanzipiert!