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Genesis 2.0

CH 2018, OV/df, 112 Min., Regie: Christian Frei, Maxim Arbugaev, Dokumentarfilm

Genesis 2.0

Filmkritik von Christoph Egger

Unter einem schwarz dräuenden, gegen den Horizont hin schwefelgelb aufgerissenen Himmel stapfen gebückt zwei Männer durch eine schlammig-nasse Küstenszenerie, wobei der vordere mit dem kolossalen gekrümmten Objekt auf seinen Schultern ein fast schon perfektes @ bildet. Die Ikonografie des Plakats ist dem Film entnommen, die effektvolle Lichtregie dagegen das Produkt von gekonntem Artwork.

Der Film ist da weniger glanzvoll, wenngleich nicht weniger dramatisch. Es sind sibirische Mammutjäger, die, anders als ihre eiszeitlichen Vorgänger, nicht mehr den Spuren lebender Tiere folgen, sondern denjenigen ihrer vom Permafrost bewahrten und im Zuge der fortschreitenden Erderwärmung zunehmend freigegebenen Überreste, der mächtigen Stosszähne vor allem. Knochen und allfällige Gewebefragmente, Hautstücke, deren schüttere Behaarung der Laie als verdorrtes Gras (das es in der Kältesteppe freilich gar nicht gibt) übersehen würde, sind vor allem für die Wissenschaft von Interesse.

Genesis 2.0 reicht so in Urzeiten zurück und unternimmt zugleich eine Weitererzählung der Schöpfungsgeschichte. Denn das Wollhaarmammut, die jüngste der zahlreichen Mammutarten, ist mehr als bloss der Lieferant von jahrtausendealtem Elfenbein. Seit seinem Fund eines vorzüglich erhaltenen weiblichen Tiers im Mai 2013 auf einer der Neusibirischen Inseln träumt der Paläontologe Semjon ­Grigorjew, Leiter des Mammutmuseums in Jakutsk und eine der Hauptpersonen im Film, davon, aus damals gewonnenem lebendem Zellmaterial ein Mammut zu klonen (sein Bruder, Peter Grigorjew, ist der umsichtige Leiter der Suchtruppe). Keine Hilfe dabei wird ihm George Church sein. Der Molekularbiologe von der Harvard Medical School – den wir im Film sehen, wie er am Giant Jamboree in Boston, einer jährlichen Veranstaltung zur Förderung synthetischer Biologie, vom begeisterten Nachwuchs angehimmelt wird – will zwar auch mit Mammutgenmaterial arbeiten. Er will es jedoch einer Elefantenkuh implantieren, um damit, aus welchen Gründen immer, einen kälteresistenten Elefant-Mammut-Hybrid zu generieren, also Schöpfer einer neuen Tierart werden.
Zur ganzen Filmkritik auf filmbulletin.ch

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