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Null Grad (CH 2006) von Claudia Lorenz

Null Grad (CH 2006) von Claudia Lorenz

Kurz-Dokumentarfilm, ohne Dialog, 3min, 35mm, Farbe, Schweiz 2006
In einer verschneiten Landschaft versammeln sich einige Leute. Sie teilen die Liebe zum Winter, zum Eis und zur Kälte. «Null Grad» ist eine dialoglose, zarte Beobachtung eines aussergewöhnlichen Winterrituals. Der dreiminütige Film zeigt leidenschaftliche Schwimmer, die sich im tiefsten Winter bei Minus-Temperaturen in einem Eisloch erfrischen.

ANMERKUNG DER REGISSEURIN
Als Wasserratte und passionierte Schwimmerin faszinierte mich die Leidenschaft dieser Leute, bei einer Wassertemperatur von 0,4 Grad Celsius für ein kurzes Badevergnügen in einen gefrorenen See steigen. Zwar setzen sie ihre Körper dadurch einer Extremsituation aus, aber als Aussenstehende (im wahrsten Sinne des Wortes: als «aussen-am-See- Stehende», als Nicht-Badende, als Zuschauerin) ist es unmöglich, dieses Gefühl nachzuempfinden.
«Eisbaden» klingt spektakulär, ist aber für diejenigen, die es tun, ein wöchentliches Hobby, das sie seit Jahren oder gar Jahrzehnten pflegen. Für sie ist es also etwas sehr Normales.
Dieser kurze Film nimmt sich drei Minuten Zeit für die unspektakuläre Stille dieses ungewöhnlichen Baderituals – genau so viel Zeit, wie die Badenden im Eiswasser verbringen.
Dieser Film sollte eine unaufgeregte Beobachtung werden, in der die Nacktheit der Badenden nichts Entblössendes hat. Die Körper sollten wie selbstverständlich zu einem Teil der sie umgebenden Natur – Wasser, Schnee, Eis – werden.
Es war mir wichtig, dass in dieser eigenwilligen Form von Badevergnügen die Sinnlichkeit sicht- und spürbar wird. Ich wollte die Körper für ein paar Minuten mit der Winterlandschaft verschmelzen lassen und das Baden zu einer Art Tanz im Eis machen.

FESTIVALS
ZINEBI Int. Festival of short and documentary films, Bilbao, Spanien, 2007
13. Cinéma tout Ecran, Genf, Schweiz, 2007
Cine casi cine, Museo de Arte Reina Sofia, Madrid,Spanien, 2007
10. Festival Internacional de Cortometrajes de Barcelona, Spanien, 2007
60. Festival Internazionale del film di Locarno, Locarno, Schweiz, 2007
Documenta Madrid, Festival de cine documental, Madrid, Spanien, 2007
46. Solothurner Filmtage, Solothurn, Schweiz, 2007

CREW
PRODUKTION Claudia Lorenz (CH)
BUCH & REGIE Claudia Lorenz (CH)
KAMERA Jutta Tränkle (D)
TON Cecilia Barriga (E)
SCHNITT Rosa Albrecht (CH)
MUSIK Hansueli Tischhauser (CH)
SOUNDDESIGN Peter Bräker (CH)
TITELGESTALTUNG Grafikduett Winkelmann & Häberli (CH)

BIOGRAFIE CLAUDIA LORENZ | clau.lorenz@bluewin.ch
Geboren 1975 in der Schweiz, aufgewachsen in Argentinien und in der Schweiz. Claudia Lorenz studierte erst Fotografie, später Film an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (HGKZ). Während ihrer Ausbildung an der Filmschule drehte sie in Buenos Aires den Dokumentarfilm Paso Inverso (2003), der sich mit den Folgen des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruchs in Argentinien beschäftigt.
Im Jahr 2004 schloss Claudia Lorenz ihre Ausbildung an der HGK Zürich mit dem Diplomfilm Hoi Maya ab. Der Kurzspielfilm wurde ein grosser internationaler Erfolg. Er gewann zahlreiche Preise, unter anderem den Panorama Publikumspreis und den UIP Award an der Berlinale 2005.
1975 geboren in der Schweiz. Aufgewachsen in Argentinien und der Schweiz
1997-2000 Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich,
Studienbereich Fotografie
1997-2000 Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich,
Studienbereich Film. Diplomabschluss mit dem Film Hoi Maya
seit 2004 freie Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Schnittassistentin

FILMOGRAFIE CLAUDIA LORENZ
El día del euro, 2007, Dokumentarfilm, Beta SP, 6min (mit Cecilia Barriga)
Im Fluss, 2007, Dokumentarfilm, Beta SP, 5min (mit Cecilia Barriga)
Null Grad, 2006, Dokumentarfilm, 35mm, 3min
Nose, 2005, Dokumentarfilm, IMX, 12min
Hoi Maya, 2004, Spielfilm, 35mm, 13min
Goal, 2003, Spielfilm, Super 16mm, 5min
Paso inverso (Argentina, nos vamos), 2002, Dokumentarfilm, Beta SP, 36min